Internationales Publikum
Nachbericht: Arbeitstagung der Zuchtobleute und Züchter

Die alljährliche Arbeitstagung der Zuchtobleute und Züchter des Deutschen Imkerbundes fand in diesem Jahr vom 03. bis 05.11.2017 am Institut für Bienenkunde und Imkerei der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim statt. Mit über 200 Teilnehmern aus sieben europäischen Ländern, darunter Belgien, Niederlande, Schweiz, Österreich und Kroatien, war die diesjährige Veranstaltung einer der bestbesuchten Arbeitstagungen bisher.

Aktuelles aus der Drohnenzucht

Im Mittelpunkt der Vortragsveranstaltung standen diesmal Biologie und Verhalten von Drohnen, das Management von Drohnenvölkern auf Belegstellen (Bienen-Paarungsplätzen) und die künstliche Besamung von Königinnen. Der Zuchtbeirat des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.) Friedrich-Karl Tiesler hatte elf namhafte Referenten zu der Veranstaltung eingeladen. Bei den anschließenden Diskussionen tauschten sich die Zuchtobleute, Belegstellenleiter aber auch die zahlreichen Züchter über weitere aktuelle Themen aus.

Vorstellung neuer Forschungsansätze

Besonderen Anklang fand der Vortrag des renommierten Forscherpaares Dr. Gudrun Koeniger und Prof. Nikolaus Koeniger, die über ihre langjährige Arbeit mit und über Drohnen vortrugen, und über neue Forschungsansätze/Forschungsfragen, die sich daraus ergeben/ergaben. Auch der Vortrag von Dr. Ralph Büchler, Leiter des Bieneninstituts Kirchhain, über spezielle Techniken der künstlichen Besamung der Bienenkönigin (1-Drohn-Besamung) im Rahmen der Auslese auf SMR (Suppressed Mite Reproduction) / VSH (Varroa Sensitive Hygiene), einem vielversprechenden Merkmal auf Toleranz der Bienen gegen die parasitische Varroamilbe, wurde mit großem Interesse von den Teilnehmern verfolgt.

Erste Veranstaltung als Institut

„Herzlich willkommen am Institut für Bienenkunde und Imkerei (IBI)“. Mit diesen Worten begrüßte Dr. Ingrid Illies, stellvertretende Institutsleiterin und Moderatorin der Arbeitstagung, die teilweise weit angereisten Gäste. Denn mit Inkrafttreten der neuen Organisationsstruktur zum 01.11.2017 reiht sich das bisherige Fachzentrum neben den Instituten (vormals Abteilungen) Weinbau und Oenologie, Erwerbs- und Freizeitgartenbau sowie Stadtgrün und Landschaftsbau ein. Durch die Struktur eines Institutes mit Arbeitsbereichen werden zukünftig weniger Fachsparten, sondern vielmehr Aufgabenthemen im Vordergrund stehen, mit einem daraus resultierenden höheren Maß an Flexibilität. Die Zuständigkeiten sowie die Erreichbarkeit der Mitarbeiter sind davon nicht betroffen.