Inhalt:
zurück zum Seitenanfang|
Praktische Zuchtarbeit
Praktische Fragen zur Bienenzucht betreffen sowohl Kleinimker, die aufgrund ihrer Betriebsgröße nicht selbst züchten, als auch spezialisierte Vermehrungs- und Prüfbetriebe. Nachfolgend sollen Schritt für Schritt die möglichen Fragestellungen beantwortet werden.
Woher bekomme ich gute Königinnen ?
Imker können von Züchtern nachgezogene Königinnen oder Weiselzellen von geprüften Völkern erwerben und diese in eigene Völker einweiseln und dann in der nächsten Generation selbst zu vermehren. Die Testergebnisse zu verschiedenen Herkünften erfahren Sie unter der Rubrik Leitungsprüfung. Tipps zum weiteren Umgang finden Sie hier:
Die staatlichen Prüfhöfe geben in der Bienensaison auch Zuchtstoff (junge Larven) aus geprüften Muttervölkern an Imker für eigene Nachzuchten ab. Die Termine erfahren Sie hier:
Zuchtstoffabgabe
Für zentrale Einrichtungen (Bienenbelegstellen, Lehrbienenstände, Vereinsstände) besteht die Möglichkeit geprüfte Herkünfte aus der Leistungsprüfung zu erwerben. Schriftliche Bewerbungen um ein entsprechendes Volk senden Sie bitte an das Fachzentrum Bienen.
Adresse
Wie ziehe ich selbst Königinnen nach?
Die Nachzucht von Königinnen ist kein Geheimnis. Hinweise für die praktische Arbeit erhalten Sie hier:
Wie prüfe ich meine Königinnen ?
Für die Prüfung der Königinnen stehen eine Vielzahl von Methoden zur Verfügung. Eine Beschreibung erhalten Sie im Methodenhandbuch der Arbeitsgemeinschaft Toleranzzucht.
Über die Prüfung am eigenen Bienenstand hinaus besteht die Möglichkeit seine Prüfvölker einen Vitalitätstest zu unterziehen oder an der staatlichen Leistungsprüfung teilzunehmen.
Wie erhalte ich den Zuchtwert für meine Prüfvölker?
Haben Sie Ihre Völker beurteilt, müssen die Daten erfasst werden. Zunächst erfolgen die Aufschreibungen auf Stockkarten und werden dann in sogenannten Standlisten zusammengefasst. Für bestimmte Tests erfolgt ein gesonderte Aufschreibung.
Damit die Daten eindeutig zugeordnet werden können, erhält jede Zuchtkönigin eine Zuchtbuchnummer. Diese ist folgendermaßen aufgebaut:
| 02 - |
000 - |
000 - |
2006 |
| Bundesland |
Züchternummer |
laufende Nummer der Königin |
Schlupfjahr |
Die Zuchtbuchnummer vergibt der Betrieb, in dem die Königin schlüpft. Hat dieser Betrieb noch keine Züchternummer erhält er diese in Bayern zentral vom Zuchtobmann des Landesverbandes Bayerischer Imker.
Neben der Zuchtbuchnummer der geprüften Königin müssen für eine sicherere Auswertung auch die Zuchtbuchnummern der Eltern ermittelt werden. Für die Mutterseite ist die Mutter (2a-Volk) der Prüfkönigin notwendig, für die Vaterseite die Nummer der Großmutter (4a-Volk),
Die erfassten Prüfdaten werden zusammen mit den Zuchtbuchnummern in einem Prüfbericht an den Zuchtobmann des Landesverbandes Bayerischer Imker gesandt, der diese gesammelt an die zentrale Zuchtwertschätzung weiterleitet.Die Prüfberichte können als ausgedrucktes Formular oder digital mit einem Zuchtbuchprogramm verschickt werden. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit der direkten Dateneingabe in die zentrale Zuchtwertschätzung.
Der Zuchtwert der Königin kann dann ab Februar des Folgejahres im Internet abgefragt werden.
Zentrale Zuchtwertschätzung
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Fachzentrum Bienen
|