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Bewertungskriterien zum Dorfwettbewerb
Der Bewertungsrahmen - Was wird gefordert?
Fünf Bewertungsbereiche: Was wollen wir - Was haben wir erreicht
Die Leistungen der Dörfer werden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Ausgangslage und den individuellen Möglichkeiten der Einflussnahme bewertet. Es soll deutlich werden, welche Ziele sich die Bevölkerung für ihr Dorf gesetzt hat und was getan wurde, diese Ziele zu erreichen. Besonderer Wert wird dabei auch auf Maßnahmen der Gemeinschaft und Aktivitäten, die in Eigenleistung erbracht wurden, gelegt.
Diese fünf Bewertungsbereiche werden vor dem Hintergrund der individuellen Einflussmöglichkeiten des Dorfes auf seine künftige Entwicklung sowie der jeweiligen besonderen Ausgangslage beurteilt. In allen Bereichen sollen dabei die eigenständigen Leistungen der Dorfbewohner bei der Entwicklung ihres Dorfes im Vordergrund stehen.
1. Bewertungsbereich: Entwicklungskonzepte - wirtschaftliche Initiativen
Die Bürger und beteiligten Interessensvertreter entwerfen auf der Basis der spezifischen lokalen Bedingungen ein Leitbild für die weitere Entwicklung. Dieses Leitbild ist eine Zielvorstellung für die Situation im Ort in der Zukunft, in 10 oder 20 Jahren. Es gilt unter anderem auch, Initiativen der Bürger, der Dorfgemeinschaft, der Unternehmerinnen und Unternehmer sowie der Gemeinde zur Nutzung der örtlichen Erwerbspotentiale anzuregen. Unternehmen im Ort können zum Motor für die Dorfentwicklung werden. Gut funktionierende Betriebe bieten den Einwohnern Arbeit und wirtschaftliches Auskommen: eine Bedingung dafür, dass aktive jüngere Menschen bleiben und weitere zum Zuzug bewegt werden können.
2. Bewertungsbereich: Soziale und kulturelle Aktivitäten
Gemeinschaftsaktionen und Initiativen, die den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft unterstützen und für jede Altersgruppe eine Perspektive für das Leben im Dorf bieten.
3. Bewertungsbereich: Baugestaltung und -entwicklung
Die Integration von Neubaugebieten sowie deren Anbindung an den Ortskern und der Umgang mit historischer Bausubstanz bilden Schwerpunkte in diesem Bewertungsbereich. Bedeutsam ist auch eine nachhaltige Raum- und Siedlungsentwicklung, die unter anderem den sparsamen und effizienten Umgang mit vorhandenen Flächen und den Einsatz umweltfreundlicher Materialien und Techniken verlangt.
4. Bewertungsbereich: Grüngestaltung und -entwicklung
Das Grün im Dorf und die dörfliche Gartenkultur haben wesentlichen Einfluss auf eine harmonische Dorfgestaltung und die Wohn- und Lebensqualität im Dorf. Leben im Dorf bedeutet Leben im Grünen. Die Landschaft vor der Tür verschafft den Menschen eine Nähe zur Natur und einen angenehmen Lebensraum, der positiv auf das Lebensgefühl und die Gesundheit wirkt. Auch Besucher schätzen diese Atmosphäre: gestresste Städter kommen, um am Wochenende mal durchzuatmen, oder zum Urlaub auf dem Land. Zur "Grüngestaltung und -entwicklung" zählt z.B. auch, dass die für das Dorf typische Tierwelt erhalten bzw. wiederhergestellt wird.
5. Bewertungsbereich: Das Dorf in der Landschaft
Gestaltung und Erhaltung einer vielfältigen Kulturlandschaft unter Berücksichtigung einer umweltfreundlichen Landnutzung tragen zur Sicherung des Naturhaushaltes bei. Die Steigerung der Vielfalt an naturnahen Landschaftsbestandteilen, wie Hecken, Feldgehölzen, Teichen, Feuchtbiotopen sichert die Lebensräume für Pflanzen und Tiere und kommt dem Dorf zu Gute.
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