Symposium Gartentourismus
Wachstumspotenziale im bayerischen Tourismus

Kloster Steingaden
Potenziale erkennen – Netzwerke knüpfen – Regionen entwickeln: unter diesem Motto stand das erste bayerische Symposium zum Gartentourismus am 2. Juni in Steingaden im Landkreis Weilheim-Schongau. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hatte Akteure des bayerischen Gartentourismus eingeladen, um diese miteinander zu vernetzen und Impulse für eine verstärkte Zusammenarbeit zu setzen.

Weiterentwicklung forcieren

„Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt“. Mit dieser chinesischen Weisheit eröffnete Ministerialdirigent Schöhl das Symposium und lud die Teilnehmer ein, die Veranstaltung zu nutzen, diesen wichtigen Bestandteil unserer bayerischen Kultur für den Tourismus zu erschließen. Die Basis steht mit einem dichten Netz an Gärten, die engagierte Menschen und Organisationen pflegen und erhalten. Das Bindeglied zwischen den Betreibern und den Besuchern sind neben den Gartenbesitzern Gästeführer, insbesondere die Gästeführer Gartenerlebnis Bayern, die seit 2012 von der Bayerischen Gartenakademie an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) ausgebildet und zertifiziert werden.

Wertschöpfung durch engagierte Menschen

Interessante Vorträge eröffneten den Teilnehmern Einblicke in die Möglichkeiten für den ländlichen Raum, die Wertschöpfungskette durch Gärten und Parks sowie begeisternde Best-Practice Beispiele aus Niederösterreich, der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, Franken und der Bodenseeregion. In einem waren sich alle Redner einig: die Entwicklung des Gartentourismus steht und fällt mit engagierten Menschen. Dies unterstrich auch Hansjörg Hauser, der in seinem Vortrag anschauliche Beispiele für funktionierende Netzwerke aufzeigte.

Angeregte Diskussion mit konkreten Ergebnissen

Am Nachmittag war dann neben Teilnehmern auf dem Podium auch das Publikum eingeladen sich an der Diskussion zu beteiligen, wie man die Potentiale im Gartentourismus heben kann. Geleitet durch Michael Weberpals von BR 1 entspann sich eine angeregte Diskussion, die zu konkreten Ergebnissen führte. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung Landwirtschaft und Forsten wird den Gartentourismus durch personellen Einsatz fördern und Strukturen für eine gemeinsame Präsentation der aktiven Initiativen im Internet schaffen. Die Zusammenarbeit der BayTM, der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen und der bayerischen Gartenbauverwaltung wird forciert. In einem ersten Workshop zum Jahresende werden die nächsten Schritte mit allen Akteuren erarbeitet.
Ein ermutigender Tag, der nicht zuletzt durch die zauberhafte Umgebung in Steingaden mit der Besichtigung des Klostergartens und zweier Privatgärten wieder einmal die Anziehungs- und die Strahlungskraft des Gartens unterstrich.