Gemüseblog
Mairegen – und die Schnecken regen sich
1. Juni 2017

Schon im Herbst fanden sich zahlreiche kleine Schnecken in den späten Salaten. Sie haben gut überwintert. Bisher jedoch hatten sie vor allem im trockenen Norden wenig Freude: Es war bis Ostern weitgehend trocken. Zudem blieben die Nächte lange kalt, bis zuletzt oft nahe um den Gefrierpunkt.

Bei Trockenheit oder Kälte bleiben die Schleimtiere in ihrem Unterschlupf. Das sind oft Bodenspalten, Trockenmauern oder auch das Dickicht von Pflanzen.

Am liebsten sind ihnen feuchte, warme Nächte. Dann verlassen sie abends ihre Verstecke und klettern nach oben in die jüngsten, zartesten Regionen der Gemüsepflänzchen, sobald die Luftfeuchtigkeit in der Abenddämmerung steigt.
Das ist dann auch der richtige Zeitpunkt für jeden Gemüsefreund, mit einem kleinen Eimerchen durch den Garten zu spazieren. Dabei geht man am besten systematisch mindestens zweimal an jedem Beet vorbei. Wer die Schnecken mit einem Guss kochendem Wasser übergießt, kann sie als Stickstoffdünger auf den Kompost geben – danach am besten etwas abdecken.
Im Schaugarten sammeln wir morgens in ein großes Glas, sie sind dann ein feines Mahl für die Laufenten einer Mitarbeiterin.