Gemüseblog
Mangold – Farbfeuerwerk bis zuletzt
12. Oktober 2017

Wahrscheinlich bleiben die nächsten Tage frostfrei. Daher lassen wir Wurzel- und Blattgemüse alle noch draußen stehen, so lange wie möglich. An sonnigen Tagen werden sie noch zulegen. Nur für den täglichen Bedarf schneiden wir immer wieder frisch ab.

Besonders prächtig und bunt präsentiert sich derzeit unser Stielmangold. Verschieden farbige Pflanzen stehen als südliche Beetbegrenzung zusammen mit der Feuer-Buschbohne ‘Hestia‘ in einer eindrucksvollen Reihe. Sie fühlen sich wie auch die herbstlichen Blattsalate derzeit aufgrund der feuchten Witterung sehr wohl.

Schon jetzt schneiden wir gelegentlich einige der jüngeren, aber bereits gut entwickelten Blätter ab zur Nutzung als Spinat. Ältere, bereits etwas zähe Blätter bleiben stehen. Sie sollen weiterhin Sonnenlicht einfangen und in Pflanzenmasse umwandeln. Bei den jüngeren warten wir, bis sie voll entwickelt sind.
Was geschieht später? Sollte der Winter so mild bleiben wie vor zwei oder drei Jahren, so kann Stielmangold überwintern. Die beste Winterhärte besitzt die hellgrüne Sorte ‘Lukullus‘. Sie hat auch den etwas strengeren vorigen Winter überstanden. Der zarte Neuaustrieb ab März lässt sich wieder sehr gut ernten. Anschließend bilden die Pflanzen Blütenstängel.
Mangold hält wiederholten Raureif nicht so gut aus. Sollten Fröste drohen, werden wir alles abschneiden und nutzen. Mangold lässt sich gut blanchieren und einfrieren.