Gemüseblog
Horngurken – so viele wie noch nie
24. Oktober 2017

Auf nur einem Quadratmeter Beetfläche ernteten wir diese Woche 21 gut gewachsene Horngurken. Sie heißen auch Kiwano. Heuer hatten sie alles, was sie brauchen: Viel Sonne und viel Wasser.

Die rau-stacheligen Ranken wuchsen an drei zeltartig aufgestellten Stäben nach oben und bildeten ein dichtes Blätterdach. Erst ab September blitzten vereinzelt winzig kleine, gelbe Gurkenblütchen daraus hervor, und anschließend bildete sich dann in jeweils gut zwei Wochen die über und über mit spitzen Stacheln übersäten, faustgroßen Früchte heran.

Jetzt zum Erntezeitpunkt beginnt etwa die Hälfte der Früchte mit der Umfärbung zu Orange. Grünreife Früchte schmecken intensiver als Gurken. Im Inneren haben sie ein recht grob strukturiertes Fruchtfleisch. Zur Reife hin entwickelt sich ein melonenartiges Aroma. Zugleich aber umschließen sich alle mit saftigem, grünem Fruchtfleisch umschlossenen kleinen Kerne mit einem zähen, weißen Netz.
Vollreife Früchte halbiert man am besten und schabt die Fruchtmasse mit einem Löffel heraus. Es eignet sich für Fruchtsalate, Süßspeisen mit Vanille-Eis, Sahne, Joghurt oder Quark, aber auch als Zutat für besonders fruchtige Tomaten- und andere Gemüsesuppen.
Das Beste an den Kiwano: Egal ob noch grün oder bereits orange ausgefärbt, sie halten bis weit ins Neue Jahr hinein. Eine unserer Mitarbeiterinnen hat jetzt sogar noch zwei Früchte aus dem Vorjahr für ihre aktuelle Herbstdekoration im Windfang verwenden können.
Ob sie noch schmecken, wird sich zeigen. Heurige Früchte werden auf alle Fälle noch im Februar, wenn man kaum noch eigenes Frischgemüse hat, sehr gut für die Küche sein.