Gemüseblog
Immer noch kein Frost!
30. Oktober 2017

Einige unserer Beete tragen noch Salate aller Art. Bisher gab es auch noch keinen Frost, und so mussten wir Endivien, Zuckerhut, Radicchio und Chinakohl auch noch nicht mit Verfrühungsvlies schützen.

Dafür drohen teilweise Pilzerkrankungen bzw. Fäulnis und auch Schnecken. Sie lieben die teils milden Temperaturen in Verbindung mit den häufigeren Regenfällen, auch wenn diese nicht sehr ergiebig waren.

Wo häufig Salat angebaut wird, drohen verschiedene Fäulen, die sich teilweise auch durch schwarz verfärbte Blattrippen verraten. Solche Köpfe verwertet man schnell, schadhafte Blätter sortiert man großzügig aus. Die inneren Bereiche sind anfangs meistens noch in Ordnung. Gut beraten war, wer bereits die Jungpflanzen möglichst flach gepflanzt hat, so dass jetzt die Köpfe wie auf einem kleinen „Füßchen“ stehen. Noch besser ist es, zumindest in den Reihen mit Mulchpapier zu arbeiten.
Leider sind auch die Schnecken noch sehr aktiv. Am besten versucht man sie in der Abenddämmerung abzusammeln. Es sind jetzt aber überwiegend junge Wegschnecken (oben grau unten eine beigefarbene Sohle), die oft lange zwischen den Blättern verbleiben. Sie lassen sich nicht einmal immer mit Schneckenkorn daraus hervorlocken. Daher sollte man an mehreren Abenden hintereinander und möglichst mehrmals durchgehen.
Aufmerksam sollte man weiterhin sein, wenn Samenunkräuter wie Kreuzkraut, Ehrenpreis, Vogel-Sternmiere und Hirsearten weiterhin blühen. Es lohnt sich, sie immer wieder vollständig auszujäten und gesondert z. B. in der Biotonne zu sammeln. Ansonsten setzt jede Pflanze hunderte, teils Tausende von Samen an – und sorgt so für weitere, unerfreuliche Jätarbeit über Jahre hin.
Weil viele Unkrautsamen mehrere Jahre im Boden ruhen können, bevor sie wieder austreiben, muss man auch mehrere Jahre lang konsequent jäten, bevor man einen merklich pflegeleichteren Gartenboden bekommt.