Gemüseblog
Schnecken – leider das ganze Jahr!
8. November 2017

Endivien, Chinakohl, Zuckerhut und noch die letzten Sommersalate – täglich gibt es frischen Salat aus dem Garten, und leider so gut wie immer sind auch ein, zwei kleine Schnecklein drin.

Eigentlich kein Problem, sie lassen sich mit leicht gesalztem Wasser in ersten Waschgang leicht ablösen.

Weil wir auch im nächsten Jahr möglichst wenig Ärger mit Schnecken wollen, sammeln wir wirklich alle Exemplare, die wir antreffen, regelmäßig ab. Recht ergiebig sind jetzt noch Spaziergänge zwischen den Beeten in der Abenddämmerung, solange die Temperaturen noch mild sind. Meistens finden wir außen an den Salatköpfen kleine, schwarze, an den Flanken und an der Sohle helle Tiere. Das sind die Jungtiere der Wegschnecken, die wir im Sommer übersehen haben, oder die inzwischen von außen zugewandert sind. Solche Winzlinge überstehen auch kalte Winter meistens. Noch robuster sind Eigelege, aus denen noch keine Jungtiere geschlüpft sind. Aus ihnen werden meist im April weitere Jungtiere schlüpfen, die sich dann zu den überwinterten hinzugesellen. Und sich von unseren Frühjahrssalaten ernähren werden. Nach etwa vier bis fünf Monaten sind sie erwachsen und dann zumeist rotbraun gefärbt. Ab Ende August paaren sie sich und das Spiel beginnt mit der anschließenden Eiablage von neuem.
Wer dauerhaft wenige Schnecken im Garten möchte, sollte jederzeit alles, was sich in den Abendstunden zeigt, absammeln. Am effizientesten ist es, von Frühjahr bis Sommer die erwachsenen Exemplare zu sammeln. Jetzt im Spätherbst zeigt sich nur immer ein Teil der jetzt oft nur einen Zentimeter großen Jung-Tiere außerhalb der Salatköpfe. Auch mit Schneckenkorn lassen sie sich nur in leer geräumten Gärten anlocken – zartes Herbstgrün ist oft attraktiver. Am besten legt man zwischen den Salaten alte Bretter oder auch große Blätter (wie z. B. vom Rhabarber) aus. Darunter sammeln sich immer mehrere Exemplare. Wir schauen einfach immer wieder mal nach.
Wer ab September gerodete Gemüsepflanzen einfach auf dem Beet liegen lässt, schafft damit übrigens auch ideale Stellen für die Eiablage. Umgegraben wird ohnehin erst kurz vor dem Wintereinbruch. Bis dahin hebt man den Haufen mit Pflanzenresten einfach alle paar Wochen oder spätestens beim Umgraben an, um die so gefundenen Eigelege dann einfach in der Biotonne zu entsorgen. Sie lassen sich mit einer Pflanzschaufel ganz leicht einsammeln.
Ganz ungünstig ist zu frühes Umgraben. Es schafft wunderbare Erdspalten für die ideale Eiablage und für die sichere Überwinterung. Wird erst bei Frostbeginn umgegraben, findet keine Eiablage mehr statt.