Gemüseblog
Unkrautsamen – auch im Hochbeet
29. November 2017

Unser Schaugarten liefert derzeit noch wie alle gut geplanten Gärten täglich Salate aller Art und sogar noch Rettich und Radies – auch aus dem Kistengarten und aus dem Hochbeet.

Leider begegnen uns bei jedem Gang in den Garten auch immer wieder Unkrautpflänzchen, auch im Kistengarten. Zum Glück haben wir keine Wurzelunkräuter auf der Fläche. Es gilt bei uns, die Samenunkräuter auf einem sehr niedrigen Level zu halten.

Das ist eine Daueraufgabe in allen Gärten: Samenunkräuter produzieren riesige Mengen an Saatgut – oft Tausende pro Pflanze, und das innerhalb weniger Wochen nach der Keimung als Jungpflanze. Jetzt im Spätherbst und Winter dauert es etwas länger. Wer jetzt aber kaum noch in den Garten kommt, übersieht diese Entwicklungen leicht. Am besten steht wie bereits im Frühjahr und Sommer weiterhin mitten im Garten ein Eimer bereit, um jederzeit neu entdeckte Exemplare von Vogel-Sternmiere, Ehrenpreis, Gauchheil oder Gemeinem Kreuzkraut mit Blüten oder Samenansatz aufzunehmen. Das sollte konsequent geschehen, macht aber so ganz nebenbei kaum Arbeit. Die genannten Arten gedeihen nämlich derzeit noch prächtig aufgrund der bisher milden und sogar frostfreien Tage. Es genügt auch nicht, aufgeblühte Exemplare auszureißen und liegen zu lassen. Aufgrund der feuchten Böden vertrocknen sie über viele Tage hinweg nicht. Restfeuchte aus ihren Blättern und Stängeln leiten sie in die Samenansätze. Wer eine solche Unkrautpflanze mit Samenansätzen liegen lässt, sorgt damit bereits wieder für ausgiebige Jätarbeit für mehrere Jahre. So lange halten sich nämlich die meisten Unkrautsamen im Boden.
Besonders lohnend ist das Entfernen einzelner Unkrautpflänzchen aus dem Hochbeet: Nicht umsonst ist es wohl unter anderem auch deshalb so beliebt, weil es mit eingefülltem Substrat zunächst völlig unkrautfrei ist. Wer die ersten vereinzelt auftauchenden Samenunkräuter vor der Samenreife entfernt, erhält sich diesen pflegeleichten Zustand über viele Jahre.