Gemüseblog
Gemüsegarten im Schmuddelwetter
12. Dezember 2017

Was wir heuer das ganze Jahr noch nicht hatten, müssen wir jetzt erleben: Tagelang kaum Sonne, immer wieder Niederschläge und recht frische Temperaturen.

Wer noch Gemüse draußen stehen hat – das ist durchaus noch denkbar für Zuckerhutsalat, Möhren oder Wurzelpetersilie jeweils unter Vliesabdeckung – kann noch weiterhin ein paar Tage bis zur Ernte warten. Solange die Nachttemperaturen nicht unter minus fünf Grad fallen, stehen sie unter Vlies, notfalls unter einer Doppellage, besser als im Keller. Erst in der letzten Woche vor Weihnachten heißt es aufgepasst, es drohen stärkere Fröste.

Dann schneidet man den Zuckerhutsalat sehr tief ab, dabei belässt man gerne auch ein paar Zentimeter der Wurzel am Kopf. Mit einem Teil der Umblätter stellt man die Köpfe dicht an dicht in eine Kiste und bedeckt das Ganze lose mit Folie.
Möhren und Wurzelpetersilie sticht man mit einer Grabegabel aus und packt sie mit viel der anhaftenden Erde in Kisten. Dort lässt man sie ein paar Tage abtrocknen, bevor man in große Folienbeutel umfüllt.
Bevor kein Dauerfrost zu erwarten ist, bleiben diese Vorräte draußen im Freien, vor Regen und Sonne geschützt und in dickes Vlies oder dämmende dicke Stoffe eingehüllt. So erzielt man beim Lagergut Temperaturen, die nur wenig über Null liegen. Das ist viel besser und erhält die Wurzeln viel besser als ein mit 12 bis 16 Grad viel zu warmen Keller. Erst wenn der Frost die Lagervorräte selbst erreicht, holt man sie ins Haus. Manche tragen die Sachen auch zunächst in die Garage oder in den Gartenschuppen, wo sie nochmals eine ganze Zeit lang bleiben können.
Kurz bevor der Gartenboden durchfriert, ist auch der ideale Zeitpunkt zum Umgraben. Auch wer im Herbst eine Gründüngung eingesät hat, kann sie jetzt mit gutem Gewissen mit umgraben.