Gemüseblog
Rhabarber-Erntefreuden
8. Mai 2018

Rhabarber ist eines der ersten Gemüse aus dem Garten. Meist ab Ende April bereichert der er unseren Tisch. Als Kompott, Kuchenbelag, Fruchtaufstrich und vor allem als Saft in Getränken wird das fruchtige Gemüse wieder beliebter.

Mit seinem kräftigen Wurzelstock erschließt der Rhabarber jetzt noch reichlich Feuchtigkeit aus der Tiefe. Die Blätter sprießen jetzt reichlich, saftig und zart.

Starkwüchsige Sorten treiben oft auch Blütenstängel. Wer nicht so viele Stauden hat und noch viel ernten will, sollte diese Stängel so früh wie möglich am Grund abschneiden. Wer viel Rhabarber hat, kann auch einen oder mehrere dieser Blütentriebe stehen lassen. Er kann sich dann später an mannshohen, weiß blühenden und reich von Insekten besuchten Blütenkerzen erfreuen.
Auf der Schaufläche steht eine grüne Sorte (‘Goliath‘), nur die Haut ist teilweise rot gefärbt. Sorten, die auch im Inneren rötlich gefärbt sind (z. B. ‘Holsteiner Blut‘), schmecken etwas zarter, sind aber auch bei weitem nicht so wüchsig wie grünstielige.
Sorten mit intensiv rot durchgefärbtem Stielquerschnitt sind bei uns leider nicht zuverlässig winterhart. Vom „Himbeer-Rhabarber“ der Sorte ‘Valentine‘ standen in Bamberg im zweiten Jahr nur noch etwa 80 Prozent der Setzlinge.
Bei der Ernte sollten immer auch einige Blätter stehen bleiben. Einzelne Stiele entfernt man mit einem seitlich gerichteten Ruck, unter einer leichten Drehbewegung. Anschließend entfernt man sofort die Blattfläche – sie lässt sich gut zum Abdecken von offenen Bereichen auf anderen Gemüsebeeten nutzen.
Lässt man das Blatt am Stängel, so zieht es zum Verdunsten viel Wasser aus dem fleischigen Stiel, der dann umso schneller welkt.
Wer milderen Rhabarbergeschmack an Kompott, Grütze, Saft oder Kuchen möchte, ergänzt seinen grünen Rhabarber je nach Geschmack ein paar Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren oder Johannisbeeren.
Rhabarber enthält Oxalsäure, die Kalk aus Zähnen und Knochen bindet. Am besten kombiniert man Rhabarber mit kalziumreichen Milchprodukten wie Sahne, Butter, Joghurt, Quark oder Vanille-Eis, dann entfällt das „Zähneknirschen“ nach Rhabarbergenuss.

Lesen Sie Weiteres zum Rhabarber in unserer Infoschrift: