Gemüseblog
Bohnen grün oder trocken
21. August 2018

Bohnen lieben die Wärme – aber nicht die Hitze, und am wenigsten vertragen sie trockene Hitze. Bei den Hitzerekorden zum Monatsbeginn setzen sie kaum noch an. Am stärksten leiden Feuerbohnen, die wir ohnehin am liebsten für temperierte Mittelgebirgslagen empfehlen.

Im hochsommerlichen „Glutofen“ gilt es, die Feuerbohnen mit viel Wasser vital zu halten. Fruchtansätze entfernt man so früh wie möglich als „Prinzessbohnen“. Den Boden befeuchtet man mehrmals die Woche gut mit je mindestens 10 Litern je m².

Wer den Raum zwischen den Stangen mit Grünmulch oder trockenem Rasenschnitt mulcht, bewahrt einen guten Teil des Gießwassers vor dem nutzlosen Verdunsten direkt in die Luft. Günstig ist es, beim Gießen am frühen Morgen die Gießbrause auch einmal nach oben zu halten. Bei trockener Hitze droht nämlich Spinnmilbenbefall. Und Nässe mögen diese winzigen, aber bei starkem Befall äußerst schädlichen Tierchen gar nicht. Wir versuchen unsere Feuerbohnen in den wieder milderen und feuchteren Herbst “hinüberzuretten“. Dann kann es nochmals reichlich Ernte geben. Im nächsten Jahr werden wir Feuerbohnen erst im Juni säen – es kann ja gut sein, dass der Sommer dann wieder so heiß wird.
Wer Stangenbohnen nicht rechtzeitig geerntet hat, kann die Hülsen auch noch ernten, wenn die Körner ausgewachsen, aber noch weich sind. Solche Körner kocht man für sieben Minuten in Salzwasser und hat dann eine wunderbare Salatzugabe, kann sie aber auch in Suppen (Minestrone) oder winterliche Eintöpfe geben. Solche (etwas kürzer) gekochten Körner lassen sich nach dem Erkalten prima einfrieren.
Hat man die Körner hart werden lassen, kann man sie als Trockenkochbohnen verwenden, oder man hebt sie als Saatgut auf. Sie eignen sich aber auch als Dünger im nächsten Jahr: Man sät sie dicht in länger frei bleibende Zwischenräume, z. B. zwischen Maisreihen. Sind sie eine Handbreit hoch, hackt man sie um als Mulch.