Gemüseblog
Spät blühende Schmuckkörbchen und Zinnien
12. September 2018

Blühende Korbblütler und Dillgewächse sollten im Umfeld von Gemüsegärten stets Nahrung für Schlupfwespen und Schwebfliegen, unsere beiden wichtigsten Gruppen von Blattlausvertilgern (neben Marienkäfer und Florfliege) bereithalten.

Gute Blüheinsaaten enthalten dabei neben Schnellwüchsigen wie Phacelia oder Buchweizen auch „Spätentwickler“ wie Cosmea (Schmuckkörbchen) und Zinnien.

Gerade Cosmeen am guten Standort entwickeln zuerst imposante, bis ein Meter hohe filigrane grüne und durchaus dekorative Büsche, bevor sie sich mit ihren Blütenkörbchen überziehen. Der Vorteil der beiden Späten ist ihre bis zum Frostbeginn anhaltende Blüte.
Wir lassen auf der Schaufläche immer ein paar Exemplare gut aussamen. Daher finden wir auch spätestens im Mai immer etliche „von selbst“ keimende Jungpflänzchen. Manche stehen zufällig ganz richtig, andere nehmen wir bei gut feuchtem Boden, am einfachsten nach ein paar Regentagen, im Frühjahr auf und setzen sie an passender Stelle wieder ein.
Wer die Aussaat im April/Mai versäumt hat, erhält jetzt in Gartenmärkten imposante Topfpflanzen. Ungefüllte oder höchstens halbgefüllte eignen sich durchaus, den eigenen Garten mit diesen fleißigen Spätsommer- und Herbstblühern anzureichern. Wer zumindest ein paar Blütenköpfe ungefüllter oder sparsam gefüllt blühender Sorten bis zur Samenbildung stehen lässt, kann die Samen im Garten ausstreuen. Zuverlässiger ist es bei geringen Saatgutmengen, diese gut zu trocknen, kühl und trocken zu überwintern und ab Ende April in Töpfchen mit Aussaaterde oder gleich ins Beet auszusäen. Wer mehrere Sorten von Cosmea im Garten stehen hat, erhält dann oft etwas anders blühende Nachkömmlinge.
Vogelschützer empfehlen, abblühende Blütenkörbe stehen zu lassen, weil die Samen von Vögeln – zumindest teilweise - geholt werden.