Gemüseblog
Rostmilbe an Tomaten
8. Oktober 2018

Wie in jedem Jahr hatten wir auch heuer ein schönes Tomatensortiment – teils im Freien und teils unter einem Regenschutzdach. Normalerweise können wir dann ab Hochsommer einen deutlichen Befall durch die Kraut-und Braunfäule (Phytophthora) auf dem Freilandbeet zeigen, während die vor Blattnässe geschützten Tomaten gesund bleiben.

Im dauertrockenen Hitzesommer 2018 gediehen die Freilandpflanzen auf dem etwas länger besonnten Beet fast besser als die unter dem Dach. Und ab August zeigten sich plötzlich zunehmend trockene Flecken auf den Blättern der überdachten Pflanzen. Und schnell bestätigte sich der Verdacht: Befall durch Rostmilben. Nur von Ferne erinnern die vertrockneten Blätter mit Rostmilbenbefall an die Blattflecken, die von der Kraut- und Braunfäule, einer Pilzkrankheit, verursacht sind. Vertrocknungen durch die Kraut- und Braunfäule beginnen oft an den Blattspitzen, und oft vor allem an unteren Blättern. Diese mikroskopisch kleinen Tierchen sind leider nicht bekämpfbar. Gut wirksame Präparate sind nicht zugelassen, und Neudosan (oder ein anderes Kaliseifenpräparat), das nur gegen saugende Insekten zugelassen ist, hat nur eine geringe Zusatzwirkung bei gleichzeitigem Rostmilbenbefall.
Somit bleibt nur eine sehr gute Kulturführung, später dann frühzeitiges Roden und Entsorgen der Pflanzenreste über den Biomüll. Das Gewächshaus sollte gut gereinigt und dann ohne Fruchtgemüse-Pflanzen überwintern.
Den Fruchtbehang kann man ohne Einschränkungen noch nutzen, lediglich stärker befallene Früchte leiden im Geschmack.
Vielleicht ist der nächste Sommer nicht ganz so heiß und trocken. Das sind nämlich die liebsten Lebensbedingungen der Rostmilben.