Gemüseblog
Dicke Bohnen ernten
29. Juli 2020

Dicke Bohnen sind eine rundum angenehme Gartenkultur. Sie werden so früh wie möglich gesät, dann wachsen sie weitgehend pflegeleicht ohne Gießstressstress heran und wenn es so richtig trocken im Garten wird, sind sie erntereif.

Wer ein Übriges tun will, deckt das Beet nach der Saat im Februar oder März für ein paar Wochen mit Vlies ab.

Die einzige Klippe im Kulturablauf haben wir auch gerade so noch gut gemeistert. In der Blütezeit haben wir einen Befall mit der Schwarzen Bohnenlaus nicht gleich bemerkt. Zum Glück befällt sie nicht alle Gipfeltriebe gleichzeitig. Ein feiner Wasserstrahl aus dem nur halb aufgedrehten Gießschlauch, deren Öffnung wir mit dem Daumen zu einer kleinen Düse geformt haben, spülte die Tierchen Trieb für Trieb zu Boden. Das liest sich jetzt vielleicht umständlich, ist aber bei einem vier Quadratmeter Beet in zehn Minuten erledigt. Beobachtet man in den nächsten Tagen noch ein paar Befallsherde, zerdrückt man sie einfach zwischen zwei Fingern.
Die Ernte erfolgt am besten, solange die dicken Hülsen noch grün sind. Verfärben sie sich gelblich oder gar ins Braune, werden die Körner härter und auch etwas mehlig.
Die ausgepulten Körner kommen für gut fünf Minuten in kochendes Salzwasser, dann stehen sie für zahlreiche deftige Gerichte, oder nach dem Abkühlen auch zum Einfrieren bereit. An kalten Wintertagen sind sie dann ein schnell zubereiteter Hochgenuss.