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Gartentipp
Maulwürfe sind nicht immer willkommen
2. März 2015

Nach starken Regenfällen und Überschwemmungen verlassen viele Maulwürfe ihre überfluteten Gänge. Zum Verdruss der Gartenbesitzer finden sie oft Zuflucht in Gärten und durchwühlen dort die Böden nach Nahrung. Wie Sie mit den geschützten Samtpelzen im eigenen Garten umgehen sollten, erfahren Sie von der Bayerischen Gartenakademie.

Der Maulwurf ist kein Pflanzenschädling

Hinter wühlenden Tieren im Boden vermuten die meisten Gartenbesitzer Feinde für die wertvollen Pflanzen. Der Maulwurf gräbt sich zwar unermüdlich durch die Erde, doch er will von den Pflanzen eigentlich nichts wissen. Er jagt im Boden nach Engerlingen, Erdraupen, Drahtwürmern, Regenwürmern und sogar Schnecken. Hat sich so ein kleiner Wühler in Ihrem Garten breit gemacht, ist dies zwar lästig, aber andererseits ein Kompliment an Ihren Boden. Denn nur in einem feuchten, lockeren, humosen Boden mit einem ausreichenden Nahrungsangebot fühlt er sich wohl. Der Maulwurf lockert den Boden und in seinen verlassenen Bauten können Erdhummeln einziehen.

Wühlmaus oder Maulwurf?

Bevor Sie Gegenmaßnahmen ergreifen, sollten Sie erst herausfinden, ob sich Wühlmaus oder Maulwurf angesiedelt hat. Die beiden Wühler unterscheiden sich durch die Form der Gänge. Die wurzelfressende Wühlmaus baut ovale Gänge, die höher als breit sind, während der Maulwurf sich in runden bis flachovalen Tunneln fortbewegt. Graben Sie von einem Haufen ausgehend etwas in die Tiefe, dann sehen Sie, mit wem Sie es zu tun haben.

Wenn der Maulwurf lästig ist

Möchten Sie den Maulwurf aus Ihrem Garten vertreiben, sollten Sie schnell handeln, damit er sich nicht zu häuslich einrichtet. Da der Eigenbrötler unter Naturschutz steht, dürfen diese Tiere nicht mit Fallen gefangen oder getötet werden. Es gibt allerdings einige Hausmittel, um den Gesellen zu vertreiben. Als Duftbarriere zeigt nur gequetschter Knoblauch eine gewisse Wirkung. Gießt man eine Mischung aus Molke und Buttermilch oder eine Jauche aus 1 kg frischen Holunderblättern auf 10 l Wasser (14 Tage stehen lassen) in die Tunnel, so soll das schon den einen oder anderen Samtpelz vertrieben haben. Lärm oder Schwingungen scheinen die Maulwürfe nicht zu mögen. Ob Sie nun Flaschen mit der Öffnung nach oben eingraben (der über die Öffnung streichende Wind erzeugt Geräusche), eine ins Erdreich gesteckte Eisenstange mit dem Hammer bearbeiten oder mit einem klappernden Windrad versehen oder sich sogar ein kostspieliges Gerät anschaffen, das Schwingungen erzeugt, in jedem Fall besteht nur eine gewisse Chance, den Tiefbauarbeiter los zu werden. Holen Sie sich doch einfach ein paar spielende und tobende Kinder in den Garten, denn sie stören den unterirdischen Jäger gewaltig.