Gartentipp
Sommerpflege bei Pflanzen in Gefäßen
19. Juni 2017

Blühende Kübelpflanzen, Kräuter und Gemüse in Töpfen und sonstige Pflanzen in Gefäßen sind der Stolz eines jeden Balkongärtners. Damit die Schönheit auch recht lange bleibt, geben Ihnen die Experten der Bayerischen Gartenakademie Ratschläge.

Nach den Eisheiligen haben sich die Pflanzen nun prächtig entwickelt. Üppige Blütenpracht erfreut das Gärtnerherz genauso wie die Aussicht auf eine baldige Ernte von Gemüse, Kräutern und sogar Obst.

Der richtige Standort

Viele Pflanzen lieben sonnige, windgeschützte Plätze. Zu heiße Plätze können aber schaden, besonders wenn die Pflanze zu wenig Wasser bekommt. Selbst Wärme und Sonne liebende Pflanzen reagieren mit Schäden durch Sonnenbrand, wenn sie es nicht gewohnt sind oder die Einstrahlung zu stark ist. An einem völlig schattigen Platz gedeihen dagegen viele Pflanzen nicht ausreichend gut. Achten Sie bei der Standortwahl auf die Bedürfnisse der Pflanze. Gefäßpflanzungen haben den Vorteil der Mobilität. Nutzen Sie die Möglichkeit den Balkon zu verändern und vielleicht für die Pflanzen bessere Bedingungen zu schaffen.

Das richtige Gießen und Düngen

Das Gießen muss sich nach der Größe der Pflanze und des Gefäßes richten. Die Wurzelbildung und die Witterung spielen eine große Rolle. Während stark eingewurzelte Pflanzen in einem kleinen Gefäß an heißen Tagen bis zu dreimal gegossen werden müssen, benötigen frisch umgetopfte oder in größeren Behältnissen befindliche Pflanzen höchstens einmal am Tag Wasser, an trüben Tagen nur alle zwei bis drei Tage.
Fährt man über das Wochenende weg oder kann aus anderen Gründen die Pflanze nicht täglich bewässern, sollten Sie sie in den Schatten stellen und kräftig wässern. Arbeitserleichternd ist eine automatische Bewässerung.
Wüchsige und blühende Pflanzen erhalten Sie mit einer regelmäßigen Düngung. Am besten düngt man wöchentlich mit einem flüssigen Mehrnährstoffdünger. Sie können den Dünger auch dem Gießwasser beimischen und so bei jedem Gießen ein klein wenig Nährstoffe ausbringen. Winterharte Pflanzen werden nur bis August gedüngt.

Der richtige Schnitt

Bei einem üppigen Wachstum kann es sein, das die Pflanzen zu groß werden. Hier hat sich ein Auslichten oder Entfernen von Pflanzenteilen bewährt, um ausreichend Luft und Licht zu gewährleisten. Durch die regelmäßige Ernte von Gemüse und Kräutern hat man immer einen Blick dafür.
Bunte Blüten sind fröhliche Farbtupfer. Verblühtes sollten Sie entfernen, damit sich weder Fäulnis noch Schimmel bilden können. Außerdem verhindern Sie so die Samenbildung, die unnötig Kraft raubt und eine erneute Blütenknospenbildung verhindern würde.
Entdecken Sie bei der Pflege Schädlinge wie beispielsweise Blattläuse, zerdrücken Sie diese oder greifen Sie zur Schere und schneiden Befallenes heraus. Auf Balkonen tritt häufig der Echte Mehltau an verschiedenen Pflanzen auf. Auch hier ist das Herausschneiden der Schadstellen wichtig, um möglichst eine weitere Ausbreitung zu verhindern.