Gartentipp
Duftgeranien – ein Genuss für die Sinne
21. August 2017

Jeder Blumenfreund kennt die Geranie, die wegen ihres Blütenreichtums und der Pflegeleichtigkeit zu den beliebtesten Balkonpflanzen zählt. Weniger bekannt sind Duftgeranien oder Duftpelargonien. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie stellen die duftenden Vertreter vor.

Je nach Art und Sorte verströmen sie unterschiedliche Aromen, wenn man an den Blättern reibt. Die Blüten sind weniger auffällig als bei den bekannten Balkongeranien.

Duftende Pflanze

Bei intensivem Sonnenlicht oder beim Berühren der Blätter verbreiten Duftpelargonien einen angenehmen Duft. Quelle des Wohlgeruchs sind feine Härchen auf der Blattunterseite, an deren Spitzen Duftdrüsen gefüllt mit ätherischen Ölen sitzen. Zerreibt man die Blättchen zwischen den Fingern werden die Öle freigesetzt und der Geruch ist besonders intensiv. Das Duftspektrum reicht dabei von fruchtigen Aromen wie Apfel, Orange oder Zitrone bis hin zu würzigen Zimt-, Ingwer- oder Muskattönen und frischer Minze.
Duftgeranien sind nicht nur für die Nase ein Genuss. Die Blätter mancher Sorten lassen sich hervorragend zum Verfeinern von Süßspeisen und Fruchtsalaten oder zum Aromatisieren von Tee verwenden.

Vielfältige Pflanze

Fast so variantenreich wie die Duftrichtungen sind die Wuchsformen der Duftgeranien. Es gibt zierliche und stark wachsende Arten, solche, die aufrecht, hängend oder polsterartig wachsen. Auch wenn die Blüten nicht so auffällig wie bei der Balkongeranie sind, so geben die kleinen, einfachen Blüten in Weiß, karminrot oder Rosatönen den Laublättern einen zusätzlichen Charme. Duftpelargonien sind oftmals auch gleichzeitig Blattschmuckpflanzen durch die unterschiedlichen Strukturen der Laubblätter.
Je nach Wuchsart können die duftenden Geranien als Begleiter für Balkonkästen oder Schalen verwendet werden. Häufig jedoch stehen sie als Einzelpflanze in einem großen Gefäß auf Balkon der Terrasse. Wüchsige Arten können als Stämmchen gezogen werden. Die Duftgeranie lässt sich auch gern ins Zimmer oder in den Wintergarten holen.

Pflegeleichte Pflanze

Wie alle Geranienarten stammen die Duftgeranien aus den heißen und trockenen Savannen Südafrikas. Sie wollen daher viel Sonne, weshalb ein Standort in Süd- oder Südwestausrichtung optimal ist. Ansonsten ist sie sehr robust und anspruchslos. Lediglich auf zu viel Nässe im Wurzelbereich reagiert sie empfindlich. Daher den Wurzelballen eher leicht trocken halten als zu viel an Wasser. Eine leichte Flüssigdüngung alle zwei bis drei Wochen in der Hauptwachstumszeit von April bis August reicht aus.
Duftgeranien sind nicht winterhart und man überwintert sie am besten an einem hellen, kühlen Platz im Haus und möglichst trocken. Als optimale Überwinterungstemperatur gelten vier bis zehn Grad Celsius. Im Februar oder März werden sie in Form geschnitten, wobei die Triebe bis auf drei bis vier Blattknoten über dem verholzten Triebteil entfernt werden. Sollte die Pflanze beim Einräumen ins Winterquartier bereits zu groß sein, ist ein leichter Rückschnitt auch dann schon möglich.