Gartentipp
Den Topfgarten auf den Winter vorbereiten
10. Oktober 2017

Wo kein Garten oder nur sehr wenig Fläche vorhanden sind, werden neben den typischen Beet- und Balkonpflanzen auch Stauden, kleinbleibende Zier- und Obstgehölze in Gefäße gepflanzt. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie geben Ratschläge, wie Sie den Topfgarten winterfest machen.

Pflanzen in Gefäßen sind mobil. Topfgärten lassen sich immer wieder umgestalten und verschaffen wechselnde Anblicke. Mit frostbeständigen Gefäßen hat man auch im Winter einen dekorativen Balkon.

Die Pflanzen brauchen Wasser

Stauden und Gehölze sind in der Regel ausreichend frosthart. Das Problem liegt an der Wurzel. Bei Pflanzen, die im Gartenboden wachsen, ziehen sich Kälte und Frost von oben her in den Wurzelbereich. Die Wurzeln der Gartenpflanzen reichen bis in tiefere, nicht gefrorene Bodenschichten. Sie können weiterhin benötigtes Wasser aufnehmen. Anders ist es im Topfgarten. Hier kann der Frost von allen Seiten an die Wurzel heran. Problematisch vor allem für immergrüne Pflanzen ist nicht die Kälte, sondern die Frosttrocknis. Durch die kalten Temperaturen ist das verfügbare Wasser gefroren und die Pflanzen können sich nicht versorgen. Im Frühjahr sieht es dann so aus als seien die Pflanzen erfroren. Sie sind jedoch vertrocknet, weil sie aufgrund der frostigen Witterung kein Wasser aufnehmen konnten. Bevor der Wurzelballen austrocknet, wird an Tagen mit milden Temperaturen vorsichtig gegossen. Gerade immergrüne Laubgehölze oder Nadelgehölze verdunsten auch in der kalten Jahreszeit einiges an Wasser.

Die Pflanzen brauchen Schutz

Erste Maßnahme, um die Pflanzen zu schützen ist das Rücken an die Hauswand oder unter eine Überdachung. Günstig ist auch eine Stelle, bei der die Pflanzen dem Regen und Schnee nicht direkt ausgesetzt sind, um einer möglichen Vernässung vorzubeugen. Überschüssiges Wasser muss ablaufen können, damit sich keine Staunässe bildet. Dies würde die Pflanzen ebenfalls zum Absterben bringen. Daher sollten Sie Untersetzer entfernen.
Als Schutz von unten bieten sich Styroporplatten an, auf die man die Gefäße stellt. Ein Wasserablauf muss jedoch gewährleistet sein. Die Töpfe und anderen Gefäße selbst bekommen einen Mantel aus Jutegewebe, Noppenfolie, Kokosmatten und ähnlichem. Kleinere Töpfe stellt man in ein größeres Gefäß, das mit Laub oder Rindenmulch gefüllt ist. Anschließend bieten Laub- oder Reisigabdeckungen Schutz von oben.
Beginnen Sie die Kälteschutzmaßnahmen nicht zu früh. Einzelne und leichte Fröste werden ohne spezielle Schutzmaßnahmen problemlos verkraftet. Erst bei dauerhaftem Frost wird „eingewintert“.