Gartentipp
Besondere Weihnachtsgeschenke – Christrose und Amaryllis
11. Dezember 2017

Schlichte Schönheit oder prunkvolle Exklusivität? Wer Pflanzen liebt, freut sich auch über pflanzliche Geschenke zu Weihnachten. Die Experten der Bayerischen Gartenakademie stellen zwei wertvolle blühende Geschenke vor.

Nur wenige Wochen im Jahr sind die beiden so attraktiv zu bekommen. Während die Christrose Balkon, Terrasse und Hauseingang schmückt, ziert die Amaryllis das Zimmer.

Die Christrose

Die Christrose (Helleborus niger) ist ein Symbol für die Geburt Christi, das Licht in der Dunkelheit, für Unberührtheit und Unschuld. Charakteristisch für die Winterrose, wie die Christrose auch heißt, sind ihre strahlend weißen Blüten, mit leuchtend gelben Staubgefäßen. Je nach Witterung blüht sie idealerweise ab Dezember und bis in den März hinein. Der beste Platz ist im Freien vor der Haustüre, auf Balkon oder Terrasse, besonders dann, wenn die Temperaturen über und um den Nullpunkt liegen. Gut geschützte Töpfe halten es auch bei etwas tieferen Temperaturen aus. Wird es deutlich kälter, gibt man den Christrosen einen hellen und kühlen Standort im Haus. Beginnen die Pflanzen, trotz leichten Gießens, jedoch zu welken oder gelbe Blätter zu bilden stellt man sie ins Freie und schützt sie mit Laub, Stroh oder Mulch vor Temperaturschwankungen.
Ab etwa März, wenn der Boden offen und nicht mehr ganz so kalt ist, können Sie Helleborus ins Gartenbeet pflanzen. Idealerweise ist es kalkhaltig, leicht feucht und humusreich, ohne Staunässe. Einen Standort unter Gehölzen oder im Schatten warmer Mauern gefällt ihnen besonders. Halbschatten oder Schatten vertragen die Christrosen besser als zu viel Sonne.

Die Amaryllis

Die großen trichterförmigen Blüten strahlen Luxus und Exklusivität aus. Sie sitzen auf kräftigen hohlen Stielen, die von einer kräftigen Zwiebel austreiben. Große Zwiebeln können durchaus zwei kräftige Stiele mit je drei bis vier Blüten bilden. Nicht nur Amaryllis-Sorten mit roten Blüten sind zu bekommen, verstärkt findet man weiße und andere helle Blütenfarben. Stellen Sie die angetriebenen Pflanzen an einen hellen Platz im warmen Zimmer. Besonders lang halten die Blüten, wenn die Pflanzen bei etwa 17 Grad Celsius im Zimmer stehen. Welke Blüten werden entfernt, bevor sie abfallen. Durch die intensive Farbe könnten Flecken auf dem Fensterbrett, an der Wand und der Gardine entstehen. Schneiden Sie den Blütenschaft nach der Blüte ab. Somit bleibt die Kraft der Zwiebel erhalten und die Samenbildung wird verhindert. Zwischenzeitlich haben sich die riemenartigen grünen Blätter entwickelt. Diese sind die Kraftwerke für die Assimilation und somit wichtig für die Förderung der Blütenanlagen.
Ab Mai können die Zwiebelpflanzen im Halbschatten im Freien stehen. Bis zum September werden sie regelmäßig gegossen und gedüngt. Dann hält man die Pflanzen relativ trocken und kühl bei etwa 15 Grad Celsius. In der Ruhephase bilden sich in der Zwiebel die üppigen Blütenknospen. Erst wenn sich in der Mitte der Zwiebel ein neuer Blütentrieb zeigt, ist wiederholtes Gießen wichtig.