Gartentipp
Planungen für den Gemüsegarten
26. Februar 2018

Eigenes Gemüse im Garten ist der Wunsch des Freizeitgärtners, der seine Lebensmittel wachsen sehen möchte. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps für die Planung.

Eigentlich sollten die Planungen im Februar schon abgeschlossen sein, damit es im März mit den ersten Aussaaten beginnen kann. Doch die winterlichen tiefen Temperaturen und der Schnee sorgen dafür, dass im Gemüsegarten noch nichts zu tun ist.

Lieblingsgemüse einplanen

Welche Gemüsearten dürfen im Garten nicht fehlen? Haben sich die Essgewohnheiten durch andere Lebensverhältnisse geändert oder gibt es neue Gemüsefavoriten? Somit ist ein Teil der Gartenfläche schon fest als Hauptkultur eingeplant. Dann werden die freien Flächen herum belegt, um den Platz gut auszunutzen und keine Freiflächen auf dem Beet zu haben. Damit die Fruchtfolge eingehalten werden kann, ist es wichtig die Pflanzenfamilien zu kennen. Denn in keinem Beet sollten zwei Jahre hintereinander an derselben Stelle die gleiche Gemüseart angebaut werden. Eine mindestens dreijährige Anbaupause ist bei besonders lange stehenden Kulturen nötig. Ausnahme Tomate: sind die Pflanzen gesund, kann auch mehrere Jahre auf der gleichen Fläche angebaut werden. Dies ist da ja sinnvoll, wo ein Tomatendach errichtet wurde.

Skizze erstellen

Mit Hilfe einer Skizze der gewünschten Gemüsefläche lässt sich der Anbau leichter planen. Wichtig ist die nicht zu unterschätzende Wegefläche zwischen den Beeten. Eine Beetbreite beträgt meist 100 bis 120 Zentimeter. Somit lässt sich das Beet von beiden Seiten gut bearbeiten. Ein Weg misst 30 Zentimeter, Hauptwege bis 50 Zentimeter.
Zunächst trägt man die Haupt-Gemüsekulturen ein. Eine monatliche Einteilung des jeweiligen Beetes macht auf den ersten Blick sichtbar wie lange eine Kultur auf dem Beet stehen wird. Nebenkulturen bzw. Gemüsearten, die kürzer auf dem Beet stehen, füllen die Lücken. Salate, Radies und Kresse werden nur wenige Wochen kultiviert. Im Herbst sind Spinat und Feldsalat gute Lückenfüller.
Falls im Sommer noch kleine freie Stellen im Beet vorhanden sind, können diese problemlos mit einjährigen Sommerblumen wie Zinnien, Studentenblumen und Schmuckkörbchen bepflanzt werden.

Jungpflanzen anziehen oder einkaufen

Das Heranziehen von Pflanzgemüse im zeitigen Frühjahr ist beim Profi-Gärtner oft besser aufgehoben, da dieser optimale Anzuchtbedingungen bieten kann. Wer allerdings ganz bestimmte Sorten im Garten anbauen möchte, muss die Aussaat selbst erledigen. Hierfür sind die Bedingungen auf den Saatguttütchen aufgedruckt. Für Paprika wird es Ende Februar/Anfang März höchste Zeit, da die Pflanzen eine lange Jungpflanzenentwicklung haben. Tomaten sät man dann ab Mitte März. Wer Neuheiten ausprobieren möchte, kommt um die eigene Anzucht nicht herum. Jedes Jahr gibt es verschiedenes Neues. Die Saatgut-Regale sind nun noch voll und laden zum Kauf ein.