Gartentipp
Goldglöckchen im frühen Frühjahr
5. März 2018

Zum Frühling gehört sie einfach dazu: die Forsythie (Forsythia), Goldglöckchen, Lenzgold oder auch Goldflieder genannt. Goldgelb leuchten schon von weitem die Blüten. Die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie stellen den wuchsfreudigen Frühjahrsblüher vor.

Jeder kennt die knallgelb leuchtenden Blütensträucher, die den Frühling in den Garten bringen. Man findet sie auch in kleineren Gärten, denn niemand möchte die gelbe, protzende Frühlingskraft missen.

Vielseitige Gestaltung

So langsam nähern wir uns Ostern. Da erfreut uns ein bunter Garten mit Krokussen, Narzissen, Hyazinthen, ersten Tulpen und der Forsythie. Auch in der Vase macht der gelbe Blüher eine gute Figur. Noch laublos zieren die gelbblühenden Zweige den Frühlings- oder Osterstrauß mit bunten Tulpen und anderen Blühern.
Die Forsythie eignet sich gut zum Antreiben oder Verfrühen, z. B. als Barbarazweige Anfang Dezember. Hierfür werden knospige Zweige nach vorhergehendem Frost geschnitten und in eine mit Wasser gefüllte Vase ins warme Haus gestellt. Nach einiger Zeit erscheinen die gelben Blüten und kündigen den nahenden Frühling an.
Im Garten findet die Forsythie Platz als Einzelstrauch oder auch in einer freiwachsenden Hecke. Oft werden Sorten der zwei bis drei Meter hohen Hybridforsythie angeboten, die sehr große Blüten bilden. Das Gelb der Blüten variiert je nach Sorte.

Pflegeleicht im Garten

Die Forsythie wächst auf jedem Gartenboden, bevorzugt aber leichte, nährstoffreiche und etwas kalkhaltige, nicht zu trockene Standorte. Charakteristisch für das Lenzgold sind die gelben, dicht am Holz sitzenden Blüten mit vierteiliger Krone. Diese entfalten noch vor den hellgrünen Laubblättern ihre Pracht. Aus den Blüten entwickeln sich später manchmal harte braune Kapselfrüchte.
Der preisgünstige und rasch wachsende Strauch benötigt einen regelmäßigen Schnitt für einen üppigen Blütenreichtum. Der ideale Schnittzeitpunkt ist nach der Blüte. Obwohl man die Forsythie auch immer wieder als geschnittene Hecke oder als Formgehölz sieht, entfaltet sie ihre Schönheit nur als natürlich gewachsener Strauch. Von den Pflanzennachbarn sollte sie nicht allzu beengt sein. Der Schnitt beschränkt sich auf das Auslichten, das heißt, dass alle Triebe, die älter als vier Jahre alt sind, direkt über dem Boden zurück abgeschnitten werden.
Zunächst bilden sich kräftige lange gerade Peitschen, die sich im folgenden Jahr verzweigen. Die Hauptmenge der Blüten bilden Zweige im dritten Jahr aus. Schneidet man die alten Triebe nicht heraus, vergreist die Pflanze recht schnell und die Blühfreude lässt stark nach.
Nicht nur wegen der frühen Blütezeit im März ist die Forsythie beliebt. Rasches Wachstum, Anspruchslosigkeit, gute Winterhärte und Gesundheit sind Argumente, die neben dem niedrigen Preis für eine Forsythie sprechen. Forsythien sind gut für das Gemüt, denn sie läuten den Frühling ein. Allerdings sollte man bedenken, dass Bienen und andere Insekten in den Blüten keine Nahrung finden. Im Garten sollte deshalb auch Platz für spezielle Bienennährpflanzen sein.