Gartentipp
Auftakt für frühlingsblühende Zwiebelblumen
17. September 2018

Im Herbst wird es Zeit für den Frühling. Im Gartenfachhandel, den Gartencentern und selbst im Supermarkt liegen oder hängen nun eine Vielzahl Tüten, gefüllt mit Zwiebeln der beliebten Frühlingsblüher. Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie geben Tipps, damit Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen und Co. auch in Ihrem Garten gut gedeihen.

Gesunde Zwiebeln, eine gute Bodenvorbereitung und die richtige Pflanzung sind Voraussetzungen für ein üppiges Blütenmeer im kommenden Jahr.

Einkauftipps für Blumenzwiebeln

Die Zwiebeln der Frühlingsblüher werden schon ab August angeboten und auch jetzt ist die Vielfalt noch riesengroß. Man findet viele unterschiedlicher Arten und Sorten. Auch im Internet wird man vor allem bei Spezialfirmen schnell fündig. Es ist wichtig, dass Sie nur gesunde feste Zwiebeln kaufen, die weder weiche noch kranke Teile oder Fraßschäden aufweisen. Bevorzugen Sie beim Kauf dicke Zwiebeln, da diese auch größere Blüten oder mehr Blütenstände hervorbringen. Der Kauf und die Pflanzung im Frühherbst sind vorzuziehen, denn bei einer langen und unsachgemäßen Lagerung leidet die Qualität der Zwiebel.

Tipps für die Pflanzung

Bei fast allen Arten führt ein früher Pflanztermin zu besseren Blühergebnissen. Der September ist der optimale Pflanzmonat. Aber auch im Oktober und November ist es noch möglich Zwiebeln im Garten oder auch in Gefäßen zu „verstecken“. Ein etwas feuchter Boden erleichtert die Gartenarbeit und der noch warme Boden verbessert die Wurzelbildung. Die meisten Zwiebelpflanzen bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Doch manche fühlen sich im Schatten oder gar im Rasen wohl. Alle gemeinsam jedoch brauchen einen durchlässigen Boden. Ein Zuviel an Nässe oder gar Staunässe im Winter führt zum Faulen der Zwiebeln. Auf schweren Böden sollte deshalb eine Drainageschicht aus Kies oder grobem Sand einbracht sowie die Erde im Pflanzloch mit Sand gemischt werden.
Für die Pflanztiefe und den Abstand gilt die Faustregel: zweimal so tief pflanzen wie die Zwiebel hoch ist, zwei bis drei Zwiebelbreiten voneinander entfernt. Bei kleineren Zwiebeln können Sie eine kleine flächige Grube ausheben und in größeren Gruppen pflanzen. Im Rasen sticht man eine Rasensode in passender Größe ab, steckt die Zwiebeln und deckt das Pflanzloch mit der Sode wieder ab. Größere Zwiebeln werden einzeln mit der Handschaufel oder einem speziellen Pflanzer für Blumenzwiebeln gepflanzt.
Wer Probleme mit Wühlmäusen hat, verwendet besser spezielle Pflanzschalen aus Kunststoff oder Drahtkörbe. Hier legt man die Zwiebeln in Gruppen hinein und platziert den Pflanzkorb in ein passend tiefes Loch, das mit Erde abgedeckt wird.

Blüten über mehrere Wochen

Den Blütenbeginn machen Winterling, Schneeglöckchen, Krokus und Blausternchen. Die kleinen Blüten dienen als erste Nahrungsquellen für Insekten wie Hummeln und Bienen im Frühjahr. Sie dürfen in einen naturnahen Garten nicht fehlen. Wird es wärmer, erscheinen die farbigen Blüten der Narzissen und Hyazinthen. Die unterschiedlichen Tulpen decken einen großen Zeitraum ab. Schon Anfang März beginnen frühe Tulpen mit der Blüte. Ganz späte Arten und Sorten zeigen noch im Mai und Juni ihre bunte Blütenpracht. Sie blühen mit den großen Kugeln des Zierlauches.