Gartentipp
Bunter Herbst in Gefäßen
14. September 2020

Sommerblumen im Balkonkasten haben ihren Höhepunkt schon länger überschritten. Doch bis zum kalten Winter dauert es noch. „Mit einer neuen Bepflanzung von Töpfen und anderen Gefäßen können wir unsere Umgebung neu gestalten und den Herbst genießen“, freuen sich die Fachleute der Bayerischen Gartenakademie und stellen eine kleine Auswahl vor.

Der Gartenfachhandel bietet nun eine Fülle an Pflanzen für Gefäße. Sie begeistern durch Blüten, bunte Blätter oder durch ihre Wuchsform. Es macht dann noch richtig Spaß auf Balkon oder Terrasse eine Tasse Kaffee zu genießen.

Blütenpflanzen

Im Herbst ist die Blütezeit noch nicht vorbei, auch wenn die Blüten eine etwas untergeordnete Rolle spielen, da sie den Winter nicht überstehen. Chrysanthemen, reichblühende Astern vor allem in Weiß sowie rosa und lila Tönen, Braunelle und Günsel bleiben niedrig und zeigen attraktive Lippenblüten. Die Fette Henne darf nicht fehlen. An sonnigen Tagen werden die Blütendolden von vielen Insekten umschwirrt. Klassisch sind Stiefmütterchen und deren Verwandte. Immer häufiger sieht man Mini-Alpenveilchen, deren Blüten noch Temperaturen um den Gefrierpunkt überstehen.
Nach der Blüte erscheinen Früchte. Deshalb sind auch fruchttragende Pflanzen für eine Herbstbepflanzung gut geeignet. Die meist kugelige Form der Beeren bringt noch einmal einen neuen Aspekt in die Pflanzkombination. Oft sieht man deshalb Johanniskraut mit kugeligen Früchten auf aufrecht stehenden Stängeln. Die Schein- oder Rebhuhnbeere (Gaultheria procumbens) und die Topfmyrte (Pernettya mucronata) besitzen rote, rosa und manchmal weiße runde kleine Früchte.

Blattschmuckpflanzen

Blätter müssen nicht einfarbig und grün sein, sondern sind schon allein bunte Farbtupfer. So zeigen die vielen verschiedenen Sorten der Purpurglöckchen (Heuchera) rotlaubige, kupferfarbene, silbrige, grüne oder fast schwarze Blätter. Diese sind manchmal stark gekraust und mehrfarbig mit auffälligen, attraktiven Blattzeichnungen.
Silbergraue oder silbergrüne Blätter besitzen Silberblatt, Stacheldrahtpflanze und Heiligenkraut sowie Wollziest. Efeu und Mühlenbeckie besitzen einen hängenden Wuchs und umspielen das Pflanzgefäß. Die verschiedenen Mauerpfefferarten (Sedum) schmücken mit Blattformen und Farben sowie mit Blüten.

Gräser

Gräser bereichern das herbstliche Arrangement durch die filigrane Leichtigkeit. Sanft wehen die Halme im Wind. Bei Tau oder später bei Raureif sitzen die Tropfen wie Perlen in den Blütenständen. Andere besitzen farbige Halme. Die Gräser-Auswahl ist sehr groß, so dass nach Gefäßgröße entschieden werden kann. Besonders schön sind Lampenputzer- oder Federborstengras (Pennisetum), Rutenhirsen (Panicum), Seggen (Carex) oder niedriges Chinaschilf (Miscanthus).

Bepflanzung

Die meisten Pflanzen wachsen jetzt nicht mehr sehr viel, sodass eine dichtere Pflanzung möglich ist. Besonders schön ist ein Wechsel zwischen hohen und niedrigen bzw. stehenden und hängenden Pflanzen. Blühendes steht mit Blattschmuck im Wechsel.
Achten Sie auf ein gutes Pflanzsubstrat. Dies sollte vor allem luftdurchlässig und daher mit strukturstabilen Materialien versetzt sein, z.B. Lavastückchen, gebrochene Tonkugeln. Im Herbst und Winter gibt es immer wieder stärkere Regenfälle und Wasser muss abfließen können, damit die Pflanzenwurzeln nicht verfaulen, wenn die Erde zu lange zu nass ist. Bei Trockenheit des Substrates darf das leichte Gießen nicht vergessen werden.

Beedabei auch im Herbst

Beedabei: ein Kunstprojekt , das die Bienen unterstützt. Gelbe Balkonkästen sind mit bienenfreundlichen Blütenpflanzen bestückt und dienen als Futterplätze für Bienen. Verschiedene regionale Gärtnereien bieten gezielt „Bienenpflanzen“ und die speziellen Kästen an. Ziel ist, dass sich die Kästen schließlich im ganzen europäischen, vor allem städtischen Raum verbreiten und damit die Bienen bei der Nahrungssuche unterstützen. Auch für den Herbst gibt es ein reichhaltiges Sortiment mit Pflanzen, die auch noch in der kälteren Jahreszeit Nahrung für Insekten bieten.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Beedabei. Externer Link