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Häufig gestellte Fragen
1.) Jetzt ist es tagsüber schon so schön warm und sonnig. Soll ich die überwinterten Kübelpflanzen noch im Haus lassen oder lieber raus in die Sonne stellen?
Um kräftige Kübelpflanzen im Sommer zu haben, kann man sie schon rechtzeitig abhärten. Besonders die robusteren Arten wie Oleander, Olive, Rosmarin etc. freuen sich auf einen Platz im Freien. Die Temperaturen sollten möglichst dauerhaft im Plus-Bereich liegen. Wird es nachts kalt, so genügt es meist ein Vlies über die Pflanzen zu decken. Wichtig ist zunächst eine halbschattige und geschützte Stelle, damit sich die Pflanzen an die Außenbedingungen gewöhnen können. Ein Platz in der Sonne würde zu Blattschäden und Verbrennungen führen, da die Blätter UV-Licht entwöhnt sind. Nach einigen Tagen Gewöhnung kann dann der endgültige Standort in der Sonne eingenommen werden. Haben sich nach dem Rückschnitt wieder lange und dünne Triebe gebildet, so können diese nochmals gekürzt werden. Allerdings blühen dann manche Pflanzen wie Enzianstrauch sehr spät, da durch den späten Rückschnitt auch Blütenanlagen mit entfernt werden. Wurden die Pflanzen nicht in neue Erde getopft, kann man bald mit dem Düngen beginnen. Kälteempfindliche Kübelpflanzen wie Enzianstrauch, Prinzessinnenblume, Fuchsie und Wandelröschen sollten noch im Winterquartier stehen. Es ist allerdings wichtig, dass der Standort sehr hell ist und recht kühl. Sollte das Wetter passen, werden auch die Empfindlichen ab etwa Mitte April langsam an die Außenumgebung gewöhnt.
Mehr Informationen zu den einzelnen Kübelpflanzen entnehmen Sie bitte unserem Informationsblatt!
2. ) Muss ich meinen Rasen vertikutieren?
Grundsätzlich MUSS der Rasen im Haus- oder Kleingarten nicht vertikutiert werden! Es ist sinnvoll, sofern dickere Rasenfilzschichten und Moos vorhanden sind. Wichtig dabei ist, dass sowohl der Vertikutierrechen als auch entsprechende Maschinen nicht tiefer als 3 mm in den Boden eindringen. Die Gräser werden so nicht nachhaltig beschädigt, der Rasenfilz und das Moos jedoch ausgerissen. Das Vertikutieren im Frühjahr ist möglich, sobald der Boden abgetrocknet ist. . Vor dem Vertikutieren wird tief gemäht. Man kann der Bildung von Moos und Rasenfilz jedoch auch vorbeugen, indem man den Rasen bedarfsgerecht mit Nährstoffen versorgt. So wird das Moos als Zeigerpflanze für Stickstoffmangel in seiner Entwicklung gehemmt. Eine dünne Schicht Rasenfilz gehört sogar zum Rasen dazu. Die dicht geschlossene Grasnarbe lässt zwar Luft, Wasser und Nährstoffe durch, verhindert aber die Keimung von unerwünschten Wildkrautsamen.
Weitere Informationen zu Rasen und Wiese finden Sie in unseren Informationsschriften!
3.) Oje, ich bin zu spät dran. Ich habe meine Rosen noch nicht geschnitten.
Da ist noch nichts zu spät. Der Rosenschnitt kann durchaus erst im April erfolgen. Auf alle Fälle, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Also etwa zur Zeit der Forsythienblüte oder auch später. Auch wenn die Rose schon ausgetrieben hat schadet es nicht. Durch die Schnittmaßnahmen möchte man einen lockeren und luftigen Aufbau der Rose erreichen. Dies ist auch wichtig, um sie so vorbeugend von Pilzkrankheiten zu schützen. Die sich bildenden kräftigen Triebe bringen außerdem schöne Blüten hervor. Ein starker Schnitt bringt in der Regel wenige aber kräftige Triebe hervor, während bei einem sehr zaghaften Schnitt viele dünne Treibe entstehen. Der Schnitt richtet sich auch etwas nach den Rosengruppen.
Hier finden Sie weitere Informationen über den Schnitt der einzelnen Rosengruppen!
4. ) Kaum erscheint das erste Grün, kommen auch die ersten Schnecken. Was hilft gegen diese Gartenungeheuer?
Schon bei einigen sonnigen Tagen im März sind die kleinen Biester aktiv. Besonders junge und zarte Pflänzchen sind begehrte Leckerbissen. Fangen Sie also frühzeitig und rechtzeitig an, die schädlichen Tiere zu bekämpfen. Schnell ist der Salat im Frühbeet oder junge Aussaaten von Sommerblumen weggefressen, denn kleine Schnecken fressen wenig, große Schnecken fressen viel. Meist sind kombinierte Maßnahmen sinnvoll z.B. Absammeln und der richtige Einsatz von Schneckenkorn.
Hier finden Sie weitere Informationen zu Schnecken und deren Bekämpfung.
5.) Meine selbst ausgesäten Tomaten sind so lang und dünn. Warum?
Meist können die benötigten Bedingungen nicht eingehalten werden. Zu warm und zu wenig Licht sind die Hauptgründe. Oftmals werden die Tomaten einfach zu bald gesät. Dann ist das Lichtangebot noch nicht gut genug und die jungen Pflänzchen wachsen dem Licht zu. Sie werden dünn und haben ein weiches Gewebe. Deshalb: Nach dem Auflaufen können die jungen Pflanzen außerdem kühler, bei etwa 16/18 bis max. 20 °C aufgestellt werden. So wachsen sie gedrungener. Tomaten können deshalb erst Mitte März gesät werden. Sie wachsen dann rasch und kompakt. Es ist immer noch ausreichend Zeit bis zum Auspflanzen Mitte/Ende Mai.
Allgemeine Informationen zu Tomaten erhalten Sie hier.
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Bayerische Gartenakademie
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