Kleingartenfachberater zu Gast
Neues Erfahren & Wissen auf den Prüfstand stellen

Vorbereitung für die Apfelverkostung
„Apfel, Birne und Co.“ – unter diesem Motto stand die diesjährige Kleingartenfachberaterfortbildung an der Bayerischen Gartenakademie vom 14. bis 16. November 2018. Rund 55 aus ganz Bayern angereiste Fachberaterinnen und Fachberater wurden über die aktuellen Trends informiert. Sie sind in den Kleingartenanlagen die Ansprechpartner, wenn es um gartenbauliche Fragen geht. Kleingartenanlagen dienen dabei nicht nur der Erholung, sondern müssen auch einen Nutzgartenanteil haben.

Wenig Platz sinnvoll nutzen

Aufgrund der auch in den Kleingartenanlagen immer kleiner werdenden Parzellen, können keine großkronigen Obstgehölze mehr gepflanzt werden. Birne und Apfel auf schwachwachsenden Unterlagen (Wurzel) sind daher die erste Wahl für das Neupflanzen. Beim Apfel gibt es mittlerweile Sorten, die aufgrund ihrer Wuchsform einen sehr geringen Platzbedarf haben und somit in jeden Garten passen. Besonders bewährt hat sich dafür die Busch- oder Säulenerziehung. Auch „Zwergobstbäume“ entwickeln über die Jahre zwar einen dicken Stamm, bilden aber nur eine kleine Krone aus und sind daher für den Nutzgarten, bei dem das Platzangebot beschränkt ist, eine gute Alternative.

Schädlinge frühzeitig erkennen

Typisches Naschobst ist das Beerenobst. Hier wurden den Teilnehmern neue Erziehungsmethoden und Sorten vorgestellt. Optimale Schnittmaßnahmen sichern dabei den Ertrag und beugen Krankheiten vor. Bereits durch die geeignete Sortenwahl können Krankheiten und Schädlinge auf ein Minimum reduziert werden. Trotzdem gilt es immer, die Augen offen zu halten: Denn durch frühzeitiges Erkennen der Schadbilder kann größerer Schaden vermieden werden. Werden diese Grundregeln befolgt, ist der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln nur noch in den seltensten Fällen erforderlich.

Wissen, was man tut

Neben den theoretischen Informationen konnten die Teilnehmer in der Versuchsanlage ihr Wissen praktisch vertiefen. Der kulinarische Höhepunkt war die Verkostung der vorgestellten Apfel- und Birnensorten. In Theorie und Praxis stellten die Kleingartenfachberater ihr Wissen unter Beweis, indem sie Ziersträucher ohne Laub erkennen mussten. Denn nur wenn man auch im Winter das Gehölz erkennt, kann es auch richtig ausgelichtet und zurückgeschnitten werden. Vollgepackt mit viel neuem Wissen und zahlreichen Praxistipps ging die Kleinfachberater-Fortbildung schließlich nach zwei Tagen zu Ende.