Süddeutscher Unternehmertag am 19. Februar 2020, Ulm-Seligweiler
10. Süddeutscher Unternehmertag für den Gartenbau

Folder mit der Datum und Überschrift "Aktueller Zeitgeist als unternehmerische Herausforderung"

© Jörg Freimuth/BGV München

„Aktueller Zeitgeist als unternehmerische Herausforderung“ ist der Titel des 10. Süddeutschen Unternehmertags Gartenbau am 19. Februar 2020 in Ulm-Seligweiler. Die Veranstalter, die Gartenbauverbände aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen sowie die LWG Veitshöchheim und die LVG Heidelberg, setzen dabei einmal mehr auf hochkarätige Referenten einerseits und Berichte aus der Praxis andererseits. Kontrollen des Finanzamtes, die Verwendung von Torf und der Einfluss des Internets auf den Einzelhandel und die Umweltwirkung von Pflanzen stellen dabei den Themenreigen dar, abgerundet wie immer durch Sketche der Meisterschüler. Der Frühbucherrabatt gilt bis zum 31.12.2019.
19. Februar 2020 • 10:00 bis 16:30 Uhr
10. Süddeutscher Unternehmertag für den Gartenbau
VeranstalterGartenbauverband Baden-Württemberg-Hessen e.V. (GVBWH), Bayerischer Gärtnerei-Verband e.V. (BGV), Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim (LWG) und Gartenbauzentrum Bayern Süd-West, Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg (LVG)
VeranstaltungsortHotel Rasthaus Seligweiler, 89081 Ulm-Seligweiler, Telefon 0731 2054-0 direkt an der Autobahnausfahrt Ulm-Ost (A8), an der B19 zwischen Ulm und Langenau

Programm

10:00 UhrBegrüßung
Sketch der Studierenden
10:15 UhrGewappnet für die unangemeldete Nachschau - Die neue Waffe der Betriebsprüfer
Berndt Eckert, LGG Steuerberatungsgesellschaft
11:15 UhrHandel im Wandel – Herausforderungen an den stationären Gartenfachhandel
Dr. Ulrich Kollatz, BBE Handelsberatung
12:15 UhrMittagsessen
13:45 UhrSketch der Studierenden
14:00 UhrBundesprojekt TERZ (Torf-Ersatz mit Zusatzstoffen)
Gerlind Hamman, LVG Heidelberg
14:20 UhrPraxiserfahrungen mit torfreduzierten Substraten
Bernd Fischer, Burglengenfeld
14:45 UhrKaffeepause
15:00 UhrBienen in der Vermarktung - Kleines Baumschulsortiment für den Endverkaufsbetrieb
Klaus Körber, LWG Veitshöchheim
15:30 UhrBienenstauden
Christoph Hokema, Stauden Fehrle
15:50 UhrBienenprojekt auf dem Friedhof - Erfahrungen aus Bayern und Niedersachsen
Stephan Jürgenliemk, TBF München
16:00 UhrDiskussion
16:30 UhrEnde der Veranstaltung

Referenten - Portraits & Statements

Berndt Eckert
Abschluss zum Fachagrarwirt Rechnungswesen und Eintritt in LGG Steuerberatungsgesellschaft mbH, 1997 Bestellung zum Steuerberater mit umfangreichen Kontakten zu Gartenbaubetrieben, 2010 Verleihung Zusatzbezeichnung “Landwirtschaftliche Buchstelle”, seit 2006 Geschäftsführer der LGG.
"Die unangemeldete Betriebsprüfung sowie die erweiterten Überprüfungsmöglichkeiten und die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung von Unternehmensprozessen geben den Finanzbehörden zukünftig die Möglichkeit, bei Prüfungen schneller und tiefer in die Geschäftsabläufe einzudringen."
Dr. Ulrich Kollatz
Ulrich Kollatz ist seit 1995 für die BBE Handelsberatung tätig und zugleich Niederlassungsleiter in Leipzig. Begründet durch seine Promotion am Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Gartenbaus an der TU München-Weihenstephan, liegt ein Tätigkeitsschwerpunkt im Branchenumfeld Garten & DIY.
"Der Onlinehandel verändert die Handelslandschaft nachhaltig. Im Gartenbau sind davon besonders Hartwaren und Accessoires betroffen, der Umfang des Onlinehandels mit Grün ist hingegen für die Branche erfreulicherweise unterdurchschnittlich. Dennoch muss sich auch der stationäre Handel den Herausforderungen unserer Zeit stellen. Was sind seine entscheidenden Profilierungsfaktoren für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung?"
Gerlind Hamman
Agrarwissenschaftlerin (BSc), Ökotoxikologin (MSc) und Gärtnertochter. Projektkoordinatorin für das Projekt „TerZ - Einsatz von torfreduzierten Substraten im Zierpflanzenbau“ an der LVG Heidelberg.
"Die Diskussion um Torfersatz begleitet mich seit Kindertagen. Schon lange ist bekannt, dass alternative Substratausgangsstoffe (Holzfaser, Kokosfaser, Kompost u. a.) eine qualitativ hochwertige Produktion ermöglichen können. Am Markt machen diese Torfersatzstoffe jedoch weiterhin nur geringe Prozentanteile aus."
Bernd Fischer
Ausbildung zum Bankkaufmann und Gärtner. Gartenbaustudium in Erfurt. Prüfung zum Floristmeister. Leitet im ostbayerischen Burglengenfeld einen ländlich geprägten Endverkaufsbetrieb mit 6.000 m2 Gewächshausfläche. Die Jahresproduktion beträgt 300.000 Pflanzen. Umweltfreundliche Produktionsmethoden sind meine Herzensangelegenheit.
"Torf hat die Pflanzenproduktion vereinfacht, da es ein strukturstabiles Substrat ist, das für uns Gärtner gut berechenbar ist. Die gesellschaftliche Diskussion um den Torfabbau erfordert aber, dass wir uns Gedanken darüber machen, wie wir Torf ersetzen können. Meine Praxiserfahrungen zeigen, dass der vollständige Torfersatz aktuell keine Lösung für die Branche ist."
Klaus Körber
Er ist einer der Gehölzspezialisten an der LWG in Veitshöchheim. Seit 30 Jahren ist er zuständig für den Versuchsbetrieb „Stutel“ mit den Teilbereichen Baumschule und Obstbau. Schwerpunkt: Bäume im Zeichen des Klimawandels. Er ist bundesweit als Referent gefragt.
"Das Insektensterben oder positiv ausgedrückt „die ökologische Bedeutung von Pflanzen für die Biodiversität auch in urbanen Räumen“ ist eine Herausforderung und gleichzeitig eine große Chance für alle Beteiligten in der grünen Branche. Durch ein seriöses Marketing und ein darauf abgestimmtes Sortiment kann der gärtnerische Fachbetrieb dabei zum wichtigsten Partner für biodivers denkende Gartenbesitzer werden."
Christoph Hokema
Er führt die Firma Fehrle Stauden GmbH in 7. Generation. Der Sortimentsbetrieb mit 2.000 Arten und Sorten stellt u. a. Insektenschutz und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt. Ziel ist es, Entwicklungen vor der breiten Masse anzugehen.
"Sind moderne zeitgemäße Produktion und Insektenschutz ein Widerspruch? Bei Fehrle Stauden GmbH geht dies seit Jahren erfolgreich Hand in Hand."
Stephan Jürgenliemk
Jurist und Geschäftsführer der TBF Treuhandgesellschaft bayerischer Friedhofsgärtner mbH in München. Verbandserfahrung neben der TBF im Rechtsreferat des Zentralverbandes Gartenbau in Bonn und Brüssel.
"Die Dauergrabpflege-Treuhandstellen in Niedersachsen/Sachsen-Anhalt und Bremen haben das Projekt “Bienengartenpate” 2018 zum 50-jährigen Bestehen ins Leben gerufen und umgesetzt. Die TBF schloss sich dem Netzwerk 2019 an, um sich im Jubiläumsjahr zu beteiligen."

Organisatorisches

Anmeldung
Eingeladen sind Unternehmer und Führungskräfte im Erwerbsgartenbau.
Verbandsmitglieder und Frühbucher mit Vorteil: Die Teilnahmegebühr beträgt 190 Euro bei Bezahlung bis Jahresende 2019 bzw. 200 Euro ab Januar 2020 jeweils zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.
Für Mitglieder der veranstaltenden Gartenbauverbände gelten vergünstigte Preise: 140 Euro bei Überweisung bis zum 31.12.2019 bzw. danach 150 Euro jeweils zuzüglich 19 % Umsatzsteuer.
Im Preis enthalten sind Vormittagskaffee mit Butterbrezel, 3-Gang-Mittagessen mit einem alkoholfreien Getränk, Nachmittagskaffee mit Gebäckstückchen sowie Konferenzgetränk.
Im Interesse der Seminarqualität ist die Platzzahl begrenzt. Daher ist die Teilnahme nur nach schriftlicher Anmeldung möglich.
Fax: 089 178 67 99; E-Mail: info@fbg-muenchen.de
Bitte Anmeldeformular verwenden und Rechnung abwarten.

Anmeldeformular Unternehmertag 2020 pdf 73 KB