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Klimabäume Stutel 2025

„Klimabäume Stutel 2025“ ist ein weiteres Projekt an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, durchgeführt vom Sachgebiet Obstbau und Baumschulen innerhalb der Abteilung Gartenbau.

Ziel war es anfänglich, die im „Projekt 2021“ gepflanzten Bäume auf der 10 Hektar großen Versuchsfläche des Sachgebietes zu pflanzen um die Bäume täglich erleben zu können. Darüber hinaus wäre es aber höchst interessant, weitere, eher weniger bekannte Arten und Sorten direkt mit diesen Bäumen vergleichen zu können um somit Rückschlüsse auf deren Tauglichkeit für den zu erwartenden Klimawandel ziehen zu können. Da die für dieses Projekt zur Verfügung stehenden Geldmittel sehr begrenzt waren ist der Versuch unternommen worden, ein umfangreiches Sortiment durch Sponsoring durch verschiedene Baumschulbetriebe zu erhalten. Denn eines war klar: Der Stammumfang der gewünschten Bäume sollte ebenfalls im Bereich von 14/16 bis 20/25 liegen und es sollten, wenn möglich, 4 Bäume pro Sorte gepflanzt werden. Diese Bäume aus den begrenzten Mitteln der Landesanstalt zu finanzieren war nicht möglich.

Zahlreiche Gespräche wurden geführt, Gesuchslisten verschickt, Zusagen eingeholt, Abfuhren lächelnd angenommen. Die Wunschliste wurde immer länger, einzelne Sorten waren jedoch im gesamten Markt kaum verfügbar, so dass die Wünsche sehr schnell an die Realität angepasst werden mussten. Die Spannung stieg, denn die Zusagen aus den Gesprächen des Sommers 2010 lagen irgendwo um die 150 Arten und Sorten, bei 4 Bäumen je Sorte immerhin 600 Bäume. Würde es möglich sein, alle diese Bäume auch wirklich zu bekommen? Und dann ging alles ganz schnell: Ab Anfang Dezember kamen fast im 2-tägigen Rhythmus LKW-Ladungen mit Bäumen - wenn man so will aus ganz Europa. Obwohl wir Schnee hatten und es relativ kalt war, konnten sie sofort gepflanzt werden und waren in der Regel verarbeitet bis die nächste Lieferung kam. Bis kurz vor Weihnachten waren 90% der versprochenen Bäume geliefert. Die letzten zwei Lieferungen kamen im April 2011 und mittlerweile sind über 150 verschieden Arten und Sorten auf einer Fläche von nahezu 2 Hektar in etwas variierenden Abständen (7 mal 7, 6 mal 6, schwachwachsende Sorten noch enger) gepflanzt und können von interessierten Fachleuten begutachtet und direkt miteinander verglichen werden.

Bild 1: Zwischenlagerung der frisch angelieferten Bäume

Bild 2: Pflanzaktion bei frostigen Temperaturen

Bild 1: Zwischenlagerung der frisch angelieferten Bäume
Bild 2: Pflanzaktion bei frostigen Temperaturen

Bild 3: Anbinden der frisch gepflanzten Bäume

Bild 4: Ansicht der Versuchsbäume

Bild 3: Anbinden der frisch gepflanzten Bäume
Bild 4: Ansicht der Versuchsbäume

Folgende Baumschulen haben durch Spenden von Bäumen das beschriebene Projekt überhaupt erst ermöglicht:

Baumschule Arbor, Belgien
Baumschule Brossmer, Ettenheim
Baumschule Bruns, Bad Zwischenahn
Baumschule Ebben, Niederlande
Baumschule Lappen, Nettetal-Kaldenkirchen
Baumschule Lorberg, Brandenburg
Baumschule Lorenz von Ehren, Hamburg
Baumschule Punzmann, Windischeschenbach
Baumschule Schlegel, Riedlingen
Baumschule Van den Berk, Niederlande
Baumschule Vannucci, Italien
Baumschule von Falkenhayn, Bad Zwischenahn
Baumschule Weiglein, Wiesentheid
Baumschule Wörlein, Diessen

Liste der im Projekt "Klimabäume Stutel 2025" verwendeten Bäume  PDF-Dokument

Ein ganz herzlicher Dank an alle Betriebe für die gespendeten Bäume!
Die Zusammenarbeit war sehr konstruktiv und von einer freundschaftlichen Atmosphäre geprägt. Wir hoffen, das in uns gesetzte Vertrauen erfüllen zu können.

Bild 5: Reinigung des Stammes

Bild 6: Aufbringen des Stammschutzes Arboflex

Bild 5: Reinigung des Stammes
Bild 6: Aufbringen des Stammschutzes Arboflex

Die Entwicklung der Versuchsbaumarten und Eignung als zukünftige Stadtbaumarten wird regelmäßig mit Hilfe von Vitalitätsbonituren, Zuwachsmessungen, Bonituren auf Schädlingsbefall und Erkrankungen bis zum Jahr 2025 überprüft. Dadurch soll geklärt werden, welche der Arten bzw. Sorten vorausschauend kultiviert und künftig gepflanzt werden sollten, um der erwarteten Klimaveränderung in den kommenden Jahrzehnten erfolgreich zu begegnen und der Praxis zukunftsträchtige Stadtbäume zur Verfügung zu stellen.

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Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Abteilung Gartenbau, Sachgebiet Obstbau und Baumschulen, Klaus Körber, Tel.: 0931/9801-312