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Veitshöchheimer Technikerklasse erstellt Werbemittel für die Erzeugerringe Zierpflanzenbau


"Wir wollen unser Angebot bei den Gärtnern bekannter machen", beschlossen die vier Geschäftsführer der bayerischen Erzeugerringe im Zierpflanzenbau anlässlich der Arbeitsbesprechung der Zierpflanzenbauberater im September 2008. Das gab den Anstoß für ein Projekt der Technikerklasse Gartenbau an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim. Im Rahmen des Marketingunterrichtes wurden ein Flyer sowie zwei Rollups erstellt.

Als erster Schritt stand die Zielgruppenanalyse auf dem Programm. Vergleichbar einem Profiler bei der Kriminalpolizei verfassten die Studierenden eine genaue Beschreibung der zukünftigen Adressaten des Flyers: Unternehmer aus Produktionsbetrieben, Einzelhandelsgärtnereien und Azerca-Spezialbetrieben. Welche Inhalte wären für diese Gärtner besonders interessant, welche Aufmachung würde sie am meisten ansprechen? Bei der Beantwortung solcher Fragen kamen den Studierenden ihre eigenen beruflichen Erfahrungen mit dieser Zielgruppe zugute. " Denken Sie an Ihre ehemaligen Chefs", riet Barbara Schmitt, Marketinglehrerein an der LWG Veitshöchheim. An Hand zahlreicher Flyerbeispiele diskutierte die Klasse über Falzarten, Aufbau der Seiten, Textgestaltung und Layout. Die optimale Falzung war schnell gefunden: Der Wickelfalz sollte es sein. Er ist maschinell faltbar und gut mit der Post zu verschicken. Durch seine geschlossene Kante lassen sich Extrablätter, zum Beispiel für aktuelle Mitteilungen, einlegen ohne herauszufallen.

Zur weiteren Arbeit an dem Flyer teilte sich die Klasse in drei Gruppen auf: Die Textgruppe erfasste in enger Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern der Erzeugerringe (Gabi Spitzendobler, Walter Schobert, Klaus Schäfer und Gunnar Reich) das Leistungsangebot der Berater. Auf den Innenseiten des Flyers wurden mögliche Fragen der Gärtner den Angeboten der Ringe gegenübergestellt und die Vorteile für Mitglieder zusammengefasst. Besonderen Wert legte die Klasse auf das Zitat eines erfolgreichen Gärtners, der seine ganz persönlichen Vorteile herausstellte. Dieser sog. 'testimonial' (aus dem Englischen für Referenz, Zeugnis) erhöht das Vertrauen in das Angebot und lässt es glaubwürdiger erscheinen. Auf der Einklappseite, die vom Leser nach der Titelseite als Zweites beachtet wird, stellten die Studierenden noch einmal die Kernpunkte des Angebotes dar. Die Rückseite enthält alle Kontaktdaten wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen.

Die Grafikgruppe gestaltete den Flyer farblich abgestimmt auf das grün-gelbe Logo der Erzeugerringe, außerdem war sie zuständig für die optische Gliederung der Textbeiträge sowie für die Auswahl und Bearbeitung der Fotos. Die Bilder auf der Titelseite symbolisieren die Betriebstypen, an die sich der Flyer richtet, Zierpflanzenproduktionsbetriebe, Einzelhandelsgärtnereien und Azerca-Betriebe. Die Blattlaus weist auf die hohe Kompetenz der Ringberater in Pflanzenschutzfragen hin. Außen- und Innenseite des Flyers sind mit einer Gewächshausansicht nach Art eines Wasserzeichens hinterlegt.

Die dritte Gruppe befasste sich mit den Druckkosten. Sie zeigte den Beratern Beispiele für unterschiedliche Papierarten und –gewichte und half so bei der Entscheidungsfindung. Außerdem gestalteten die Studierenden die Rollups. Für den Einsatz auf Messen oder Verbandsversammlungen sollten sie eine gute Fernwirkung aufweisen. Für das eine Rollup wurde das Titelbild des Flyers verwendet, das andere zeigt das Logo der Erzeugerringe mit dem von den Studierenden entwickelten Motto: "Ihr Erfolg ist unser Ziel". Die Premiere für die neu erstellten Werbemittel fand auf der Messe Spring 2009 im mittelfränkischen Rednitzhembach statt.

Fazit: Die Studierenden waren hoch motiviert und mit vollem Einsatz bei der Sache. Um termingerecht fertig zu werden wurde teilweise bis tief in die Nacht oder am Wochenende gearbeitet. Viele Inhalte des Faches Marketing konnten an diesem konkreten Beispiel geübt werden. Jeder der Studierenden ist nun in der Lage selbst einen wirkungsvollen Flyer zu erstellen. Dieses Projekt diente aber darüberhinaus auch der Persönlichkeitsbildung. Die Studierenden lernten auf Kundenwünsche einzugehen, ihre Argumente zu vertreten aber auch einmal auf liebgewordene Ideen zu verzichten, wenn sie die Berater nicht überzeugen konnten. Von ihren Erfahrungen mit der Teamarbeit werden sie auch im späteren Berufsleben profitieren können. Zu Beginn des Projektes war nur wenigen Studierenden die Arbeit der Erzeugerringe bekannt. Ihrem Ziel, ihr Angebot auch bei jüngeren Betriebsleitern bekannt zu machen, sind die Ringberater durch das Projekt ein gutes Stück näher gekommen. Die 17 angehenden Techniker haben sie jedenfalls schon überzeugt und diese werden sicher ihre positiven Erfahrungen mittels Mundpropaganda weiter verbreiten.


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Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Abteilung Gartenbau, Sachgebiet Unternehmensführung und Marketing