Versuche im Deutschen Gartenbau 2014
Gurkenertrag auf einem Holzfaser-Perlitsubstrat - geringfügig niedriger als auf einem Kokos-Perlitsubstrat

Gurken auf Holzfaserperlit-Substrat

Erdelose Kultur hat sich im bayerischen Unterglasgurkenanbau durchgesetzt. Dabei wird die Steinwolle zunehmend durch mineralische, organische bzw. organisch-mineralische Substrate ersetzt, da hier keine Entsorgungskosten anfallen. Im Gurkenanbau werden momentan überwiegend Perlit-Kokos- bzw. Kokos-Perlitsubstrate eingesetzt.

Aufgrund des langen Transportweges, einer existierenden Salzproblematik, resultierend durch die teilweise Verwendung von salzhaltigem Brackwasser bei der Substrataufbereitung steht Kokos als Substrat in der Diskussion. Seit der IPM 2012 wird die Substratfaser ‘topora‘ im Handel als Alternative zu Kokossubstraten angeboten. Diese wird aus dem Holz der heimischen Fichte gewonnen. Eine ausgewogene Kombination aus der nachhaltig erzeugten organischen Substratfaser ‘topora‘ und dem mineralischen Zuschlagstoff Perlit soll für ein ideales Pflanzenwachstum sorgen.

Ergebnisse - kurzgefasst

Am konventionellen Versuchsbetrieb der LWG-Bamberg wurde im Jahr 2013 ein Substratvergleich durchgeführt. Geprüft wurden ein Holzfaser-Perlitsubstrat und ein Kokos-Perlitsubstrat. Angebaut wurden Salatgurken im Dreisatzsystem. Das Versuchsmittel ergab einen Ertrag von 92,45 Stück/m². Die Kokos-Perlitvariante erzielte einen Ertrag von 94,42 Stück/m² gegenüber erreichten 90,49 Stück/m² der Holzfaser-Perlitvariante. Dieser zwar geringe Unterschied von 3,93 kg/m² war bei einer Grenzdifferenz von 3,84 statistisch abgesichert, das heißt substratbedingt.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse incl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

Gurkenertrag auf einem Holzfaser-Perlitsubstrat pdf 490 KB