Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Speisezwiebel, Sortenversuch frühe, mittlere und späte Reifegruppe

Speisezwiebel, Sortenversuch frühe, mittlere und späte Reifegruppe
Seit vielen Jahren ist der Zwiebelanbau ein bedeutendes Standbein für die Betriebe in Niederbayern. Für die Anbauer ist es dabei wichtig, stets ertragreiche, aber auch qualitativ hochwertige Ware zu produzieren. Ein wichtiger Faktor dafür ist die Sortenwahl. Ein mehrjähriger Anbauversuch der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim, in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut (Gartenbauzentrum Süd-Ost) soll klären, welche Sommerzwiebelsorten sich besonders für den niederbayerische Anbau eignen. Um eine gezielte Aussage über Ertrag und Qualität treffen zu können, erfolgt eine Aufteilung in die drei Reifegruppen „früh“, „mittel“ und „spät“. Der Exaktversuch wurde auf einer Fläche eines niederbayerischen Praxisbetriebs am Standort Niederharthausen, Lkr. Straubing getestet.

Ergebnisse - kurzgefasst

Im Versuch „Sommerzwiebel – frühe Reifegruppe“ wurden 2015 zwei Sorten geprüft. Die Ernte der frühen Reifegruppen erfolgte Anfang August. Qualitativ konnte dieses Jahr die Sorte `Euresco` aufgrund des deutlich geringeren Wurzelantriebs die besseren Werte erzielen.
In der „mittleren Reifegruppe“ wurden dieses Jahr fünf Sorten getestet. Bei der Qualitätsbeurteilung lagen alle Sorten auf ähnlichem Niveau (mittlere Schalenfestigkeit, feiner Halsabschluss, mittlerer Wurzelantrieb).
Die Sortenprüfung der „späten Reifegruppe“ umfasste sechs Sorten. Beim Gesamtwert Qualität konnte sich hier die Sorte `SV3700ND` abheben, da sie als einzige Sorte keinen Wurzelantrieb zeigte. `Orbito` und `Donna` wiesen dagegen einen sehr starken Wurzelantrieb auf. Im Sortenvergleich hatte die Sorte `Donna` dickere Zwiebelhälse.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bildern können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

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