Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Eissalat (Herbst) Sortenversuch, Niederbayern

Eissalat (Herbst) Sortenversuch, Sommershausen, Niederbayern
Welche Eissalatsorten mit Resistenz gegen Falschen Mehltau und gegen die Große Johannisbeerblattlaus sind für den Anbau im Herbst unter niederbayerischen Verhältnissen geeignet?

Ergebnisse - kurzgefasst

In den beiden ersten Dekaden des Versuchszeitraums herrschte sommerliche Hitze mit deutlich zu warmen Temperaturen. An 15 Tagen hatte es max. Temperaturen von über 30 °C. Die Kulturdauer war mit 45 Tagen für einen Herbstsatz Eissalat sehr kurz. Etwa zwei Wochen nach der Pflanzung konnte ein Ausfall durch Pythium bzw. Fusarium (Nachweis Labor fehlt) beobachtet werden. In der statistischen Verrechnung wurde kein signifikanter Sorteneinfluss nachgewiesen.
Die Sorten ‘SV 3839LC‘ und ‘Rumours‘ reagierten mit einer geringen-mittleren Kopfbildung und Kopffestigkeit. ‘Farinas‘, ‘LS14512‘, ‘Nun 173‘, und ‘E01E10155‘ dagegen hatten feste Köpfe mit guter Kopfbildung. Der marktfähige Ertrag lag mit 86 % auf einem mittelmäßigen Niveau. ‘Nun 173‘ (99 %), ‘ICE18791‘ (97 %), ‘E01E10155‘ (95 %) und ‘Farinas‘ (92 %) haben signifikant höhere marktfähige Erträge als ‘LS 14512‘ (67 %). Das durchschnittliche Kopfgewicht betrug 794 g.
Es konnten signifikante Unterschiede zwischen ‘Farinas‘ mit 886 g, ‘LS14512‘ mit 881 g gegenüber ‘SV 3839 LC‘ mit 781 g, ‘Rumours‘ mit 762 g, ‘Nun 173‘ sowie ICE18791‘ mit 706 g aufgezeigt werden. Im Gesamtwert wurden ‘Farinas‘, ‘ICE 18791‘ ‘Nun 173‘ und ‘E01E10155‘ mit gut bewertet. ‘LS 14512‘ und ‘SV 3839LC‘ erreichten nur mittelmäßige Gesamtbewertungen.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bildern können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

Eissalat (Herbst) Sortenversuch 2015, Sommershausen, Niederbayern pdf 667 KB