Informationsseiten
Düngung allgemein

Qualitativ hochwertige Gemüsepflanzen benötigen eine kulturspezifische Düngung, damit ihr Nährstoffbedarf gedeckt wird. Für ein gutes Pflanzenwachstum kommt der Stickstoffdüngung die größte Bedeutung zu. Nährstoffe sind je nach Bodenart, Kulturdauer und Eigenschaften des Düngers zu applizieren. Eine sachgerechte Ausbringung mit Berücksichtigung der Witterungsverhältnisse gewährleistet die Anforderungen des Wasserschutzes. Die neue Düngeverordnung (DüV) legt einen Schwerpunkt auf die Ermittlung und Dokumentation des Düngebedarfs.

Mitteilung zur neuen Düngeverordnung

1. Ab 2. Juni 2017 gilt die neue Düngeverordnung.
2. Somit sind alle Betriebe ab 2. Juni 2017 verpflichtet die neuen Vorschriften einzuhalten.
3. Informationen und den Text der Düngeverordnung inklusive Tabellen können Sie unter folgendem Link downloaden:

Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft: Düngeverordnung Externer Link

4. Was Sie jetzt nicht versäumen dürfen:
  • Eine notwendige Anzahl an Nmin-Untersuchungen* vor der Düngung der 2. Kultur Gemüse („Gemüse nach Gemüse“) für die Stickstoffbedarfsermittlung. Die dafür notwendigen Entnahmen von Bodenproben müssen jetzt durchgeführt werden! Nach der neuen Düngeverordnung sind Sie verpflichtet diese Nmin-Probenahmen und -untersuchungen vor der Düngung der 2. Kultur Gemüse durchzuführen.
  • Falls Sie bei der Umsetzung der Düngeverordnung Hilfe benötigen, so wenden Sie sich an Ihren Erzeugerring oder an das für Sie zuständige Gartenbauzentrum am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
  • Schriftliche Düngebedarfsermittlung vor dem Aufbringen wesentlicher Nährstoffmengen (> 50 kg Stickstoff/ha und Jahr) und diese aufbewahren.
5. Ein Praxis-Leitfaden zur Düngeverordnung und entsprechende Software zur Stickstoffbedarfsermittlung werden bis Ende des Jahres zur Verfügung gestellt.
* § 3 Abs. 2: Beim Anbau von Gemüse können mehrere Schläge und Bewirtschaftungseinheiten, die jeweils kleiner sind als 0,5 Hektar für die Zwecke der Düngebedarfsermittlung im Falle von Stickstoff zusammengefasst werden, höchstens jedoch zu einer Fläche von zwei Hektar.
Ferner sind bei satzweisem Anbau von Gemüsekulturen bis zu drei Düngebedarfsermittlungen im Abstand von höchstens jeweils sechs Wochen durchzuführen, bei satzweisem Anbau auf zusammengefassten Flächen mindestens für eine der satzweise angebauten Gemüsekulturen.
Betriebe, die weniger als zwei Hektar Gemüse anbauen oder weniger als 15 ha landwirtschaftliche Fläche bewirtschaften, sind von der Düngebedarfsermittlung und dem Nährstoffvergleich befreit.