Versuche im deutschen Gartenbau 2017
Blumenkohl: Unzureichende N-Versorgung durch Harnstoffderivate - Hinweise auf Auswaschungsverluste

Blumenkkohl: Unzureichende N-Versorgung durch harnstoffderivate
Der Versuchsbetrieb im Knoblauchsland nimmt am bundesweiten Modell- und Demonstrationsvorhaben „Optimierung der N-Düngung im Freilandgemüsebau“ teil (gefördert über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Förderkennzeichen 2816MD400).

Blumenkohl hat 280 kg/ha N-Bedarf, der praxisüblich auf Grund- (200 kg N/ha, Entec26) und Kopfdüngung (Mix aus 40 kg Entec26 und 40 kg KAS, gesamt: 80 kg N/ha) aufgeteilt wird.
Folgende Fragestellungen liegen dem Versuch zu Grunde:
  • Können langkettige oder umhüllte Harnstoffe die praxisübliche Kopfdüngung ersetzen?
  • Wie ist das Umsetzungsverhalten der Harnstoffdünger während der Kulturzeit?
  • Wie ist der Einfluss auf die vermarktungsfähigen Qualitäten im Vergleich zu Entec26?
  • Wie sind die Nmin-Werte während der Kulturphase und nach der Ernte zur Beurteilung der N-Versorgung und N-Auswaschungsgefahr?

Ergebnisse - kurzgefasst

Ein Versuch des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Bamberg im Sommer 2017 hat gezeigt, dass eine einmalige Düngung von Blumenkohl mit langfristig wirkenden Harnstoffderivaten nicht zur Erzeugung optimaler Erträge und Qualitäten geeignet ist bzw. aufgrund der Auswaschungsgefährdung ein hohes Produktionsrisiko darstellt.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

Blumenkohl: Unzureichende N-Versorgung durch Harnstoffderivate - Hinweise auf Auswaschungsverluste pdf 1,0 MB