Versuche im deutschen Gartenbau 2017
Kopfsalat (Herbst) Sortenversuch 2017, Rottersdorf, Niederbayern

Im einjährigen Sortenexaktversuch standen 8 Sorten.
Welche Kopfsalatsorten mit Resistenz gegen Falschen Mehltau und gegen die Große Johannisbeerblattlaus sind für den Anbau im Herbst unter niederbayerischen Verhältnissen geeignet?

Ergebnisse - kurzgefasst

Im einjährigen Sortenexaktversuch standen acht Sorten, von denen 'Analena' die Standardsorte war. Eine Woche nach der Pflanzung kam es zu ergiebigen Niederschlägen mit ca. 30 Litern innerhalb von 2 Tagen. Dadurch wurden die jungen Pflanzen teilweise stärker geschädigt. Zum Teil fielen Pflanzen gänzlich aus. Diese Ausfälle wurden notiert und später bei der Verrechnung des marktfähigen Ertrages berücksichtigt. Der Starkniederschlag wirkte sich teilweise auf die Kopfgrößen und Qualitäten bei der Ernte negativ aus.
Bis auf die Sorte 'Anandra' zeigte keine der Sorten eine Anfälligkeit für falschen Mehltau. Die Sorte '43-102' konnte aufgrund der fehlenden Kopfbildung nur in einer Wiederholung geerntet werden. Auch eine Woche später, beim Erntetermin des Eissalatsatzes, konnte die Kopfbildung nur als ungenügend bewertet werden.
Das mittlere Kopfgewicht lag 2017 mit 457 Gramm im unteren Bereich (2016: 608 Gramm).
Der marktfähige Ertrag lag mit durchschnittlich 63,5 % deutlich unter dem Wert des Vorjahres mit 94 %. Die Kopfbildung war bei fast allen Sorten befriedigend bis gut. Bei 'BJ 36-134' war ein uneinheitlicherer Wuchs auffallend. Die Gesamtwerte lagen 2017 in einem weiten Bereich zwischen 3 bei der Sorte 'Anandra' und 8 bei 'Analena'.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

Kopfsalat (Herbst) Sortenversuch 2017, Rottersdorf, Niederbayern pdf 1,4 MB