Versuche im deutschen Gartenbau 2014
Betriebseigene Kleegrassilage bei Kohlrabi im Frühjahrsanbau möglich. Verzögerung der Erntereife durch langsamere N-Mineralisation.

Kohlrabi Düngungsversuch

Kleegras in der Fruchtfolge ist ein wichtiger Bestandteil des ökologischen Landbaus. Für viehlose Betriebe ist die optimale Nutzung des Aufwuchses ein zentrales Thema. Neben der Kompostierung bietet sich für den Kleegrasaufwuchs die Silierung an. Im Versuchsbetrieb für ökologischen Gemüsebau Bamberg wurden seit Jahren Düngungsversuche mit Kleegrassilage bei langstehenden Kulturen wie Weißkraut und Knollensellerie durchgeführt.
Nun wurde die Kleegrassilage bei einer Frühjahrskultur mit hohem Nährstoffbedarf geprüft.

Ergebnisse - kurzgefasst

Im Frühjahr 2014 wurde ein Düngungsversuch mit Kleegrassilage bei Kohlrabi durchgeführt. Neben der Variante mit 100 % Kleegrassilage wurde eine Kombination aus 70 % Kleegrassilage und 30 % Phytokorn, eine Standarddüngung aus 50 % Phytokorn und 50 % Horngrieß und eine Nulldüngungsvariante geprüft. Die Düngung erfolgte vor der Pflanzung in Höhe von 150 kg N/ha (Nmin vor der Düngung: 28 kg N/ha).
Den höchsten marktfähigen Ertrag in kg/m² und Stück/m² erzielte die Standarddüngung, gefolgt von der Kombination aus Kleegrassilage und einem Handelsdünger. Die reine Kleegrassilage folgte an 3. Stelle. Die Ertragsunterschiede, vor allem bezüglich der Stückzahl waren nicht gravierend.
Große Unterschiede ergaben sich in der Frühzeitigkeit. Es hat sich gezeigt, dass im zeitigen Frühjahr bei einer ausschließlichen Düngung mit Kleegrassilage die Erntereife je nach Witterung verspätet einsetzt. Im Frühjahr 2014 betrug die Verspätung gegenüber der Standarddüngung ca. eine Woche.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bildern können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

Versuchsberichte ökol. Anbau 2014 pdf 726 KB