Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Durch die lange Kultur und die heiße, trockene Witterung hohes Schädlingsaufkommen bei Rosenkohl.

Durch die lange Kultur und die heiße, trockene Witterung hohes Schädlingsaufkommen bei Rosenkohl.
Rosenkohl ist für den direkt absetzenden Betrieb immer noch eine wichtige Kultur für den Verkauf im Winter. Die großen Saatgutfirmen setzen bei Neuzüchtungen im Brassica-Bereich ganz oder fast ganz auf Zellfusionstechniken (Protoplastenfusion, Cytoplastenfusion). Diese sog. CMS-Sorten dürfen im Ökoanbau nicht eingesetzt werden. Das Angebot an Sorten für den Ökogärtner ist somit eingeschränkt.

Das aktuell verfügbare Sortiment an traditionell gezüchteten Rosenkohl-Sorten soll gezeigt und geprüft werden.

Ergebnisse - kurzgefasst

Bei einem Rosenkohl-Sortenversuch mit CMS-freien Sorten im Versuchsbetrieb Bamberg für ökologischen Gemüsebau konnte die alte Sorte 'Diablo F1' überzeugen. Sie gefiel durch einen hohen Ertrag in guter Sortierung, die Knospen waren rund und fest mit geringer Flügelbildung.
In Bamberg war 'Diablo', entgegen der Katalogbeschreibung, spätreifend. Gut schnitt auch noch 'Maximus F1' ab. Den höchsten Ertrag erzielte mit 207 dt/ha marktfähigen Ertrag 'Napoleon F1'.
Alle Sorten litten, die Frühsorten mehr als die spätreifenden, trotz Kulturschutznetz, unter einem starken Befall mit Mehliger Kohlblattlaus und Mottenschildlaus infolge der langen Standzeit und der trocken-heißen Witterung im Versuchszeitraum.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

Durch die lange Kultur und die heiße, trockene Witterung hohes Schädlingsaufkommen bei Rosenkohl. Als beste Sorte erwies sich 'Diablo F1'. pdf 804 KB