Deutliche Ertragsunterschiede zwischen den samenfesten Tomatensorten 'Tica' und 'Ricca' und der F1-Hybride 'Lyterno'

Deutliche Ertragsunterschiede zwischen den samenfesten Tomatensorten Tica und Ricca und der F1-Hybride Lyterno
Die Tomate ist ein Hauptumsatzträger im ökologischen Anbau in Bayern. Die Unabhängigkeit von großen, konzerngebundenen Saatgutanbietern wird den Anbauern und Kunden immer wichtiger.
Es werden samenfeste Sorten aus ökologischer Züchtung hinsichtlich ihrer Anbaueigenschaften, Ertrag, Fruchtqualität und Geschmack geprüft. Parallel zum Anbau im geheizten Gewächshaus wird das Sortiment im kalten Folienhaus geprüft. In vielen bayerischen Betrieben sind solche einfachen Gewächshäuser die Produktionsgrundlage.

Ergebnisse - kurzgefasst

Im Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wurden 2015 samenfeste Tomatensorten geprüft. Diese wurden auf die Unterlage 'Emperador' veredelt und mit einer unveredelten Variante und einer veredelten F1-Hybride verglichen.
Die zwei samenfesten Sorten 'Tica' und 'Ricca' erreichten veredelt Erträge von 15 kg/m² in der geheizten und gelayerten Kultur von März bis Oktober, 'Bolstar Granda' 18,2 kg/m². Der Verzicht auf die Veredelung bedeutete bei der Sorte 'Bolstar Granda' eine Verminderung des Ertrages um 17 %. Die F1 Hybride 'Lyterno' lag mit 20 kg/m² Gesamtertrag ein Drittel über der samenfesten 'Tica' veredelt.
'Tica‘ und 'Ricca‘ sind für den Anbau für den Lebensmitteleinzelhandel geeignet. Sowohl optisch als auch geschmacklich wurde jedoch die F1-Hybride 'Lyterno‘ besser bewertet.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

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