Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Winterkopfsalat - hoher Krankheits- und Schädlingsdruck durch sehr lange Standzeit

Winterkopfsalat - hoher Krankheits- und Schädlingsdruck durch sehr lange Standzeit
Kulturverfahren, die mit einfachen Betriebsmitteln und wenig Energiezufuhr auskommen, finden in den letzten Jahren wieder stärker das Interesse vor allem der kleiner strukturierten, direkt vermarktenden Betriebe. Das Überwintern von Kopfsalat war bis in die 1960iger Jahre gängige Praxis.
Mit welchen Sorten ist der Anbau eines überwinternden Kopfsalates, der ohne Jungpflanzenanzucht im Winter und ohne Heizung während der Kulturzeit auskommt, möglich?

Kommt überwinternder Kopfsalat vor den Frühjahrssätzen zur Ernte?

Ergebnisse - kurzgefasst

Im Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau wurde 2014/2015 ein Kopfsalatsortiment im kalten Folienhaus überwinternd angebaut. Der Versuch zeigte, dass dies zwar prinzipiell möglich ist, jedoch kaum befriedigende Aberntungen mit marktfähigen Köpfen zu erzielen sind.
Alle Sorten waren zum Erntetermin am 08.04.2015 verlaust, die Anzahl der Fehlstellen hoch.
Bereits ab 10.04.2015 wurden in Bayern die ersten im Frühjahr gepflanzten Kopfsalate aus kalten Folientunneln geerntet, der Zeitvorsprung war also mit zwei Tagen sehr gering. Die marktfähigen Köpfe der Sorte 'Ursula' konnten erst am 16.04.2015 geerntet werden.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

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