Versuche im deutschen Gartenbau 2015
Frühjahrsanbau von Knoblauch nicht mit allen Sorten bzw. Herkünften möglich. 'Gardos' und 'Ljubasha' mit gutem Ertrag und großen Zehen.

Frühjahrsanbau von Knoblauch nicht mit allen Sorten bzw. Herkünften möglich.
Knoblauch aus heimischem Anbau, als Trockenzwiebel oder als Grünzwiebel (frischer Knoblauch), erzielt hohe Preise und ist eine Bereicherung in der Direktvermarktung. Der Anbau ist sowohl aus Brutzwiebeln, als auch aus Zehen möglich. Beim Winteranbau werden die Zehen im Herbst gesteckt, beim Sommeranbau im zeitigen Frühjahr. Der Anbau mittels Brutzwiebeln dauert ein Jahr länger und ist weniger gebräuchlich.

In einem ersten Schritt sollen verschiedene Herkünfte auf ihre Eignung für den bayerischen Anbau im Sommeranbau geprüft werden.

Ergebnisse - kurzgefasst

Bei einem Sortenversuch mit Knoblauch im Ökologischen Gemüsebauversuchsbetrieb Bamberg der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau hat sich gezeigt, dass das Stecken der Zehen im Frühjahr nicht bei allen Sorten zu befriedigenden Ergebnissen führt.
Bei den spanischen Herkünften 'Garpek', 'Gardacho' und 'Garcia' kam es zu Verkrüppelungen infolge vorzeitiger Blütenbildung. Dies galt sowohl für die Grün- als auch für die Trockenzwiebelernte. 'Sprint' und 'Flavor' haben viele, relativ kleine Zehen.
Den höchsten Ertrag erzielte die spanische Herkunft 'Gardos'. 'Ljubasha' ist hinsichtlich Ertrag, Gesundheit und Zehengröße eine gute Alternative im Öko-Anbau.

Ergebnisse im Detail

Die detaillierten Ergebnisse inkl. Tabellen und Bilder können dem beigefügten Versuchsbericht entnommen werden.

Frühjahrsanbau von Knoblauch nicht mit allen Sorten bzw. Herkünften möglich. 'Gardos' und 'Ljubasha' mit gutem Ertrag und großen Zehen. pdf 753 KB