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Kräuter in Kästen und Kübeln auf der Terrasse und dem Balkon
Die Menschen lieben Kräuter. Schon in vorgeschichtlicher Zeit waren sie duftige und dekorative Begleiter im Alltag und an wichtigen Festen. Heute sind in Zeitschriften und Tageszeitungen, die sich ja im Hinblick auf ihre Auflage streng am Interesse ihrer Leser orientieren, regelmäßig Artikel und Rezepte mit Kräutern zu finden.
Stars unter den duftenden Pflanzen sind Minzen, Salbeiarten und Duftgeranien. Sie präsentieren sich in attraktiver Vielfalt. Hinzu kommt eine Auswahl von Kräutern mit essbaren Blüten. Sie lassen sich nicht nur in der Küche vielfältig nutzen. Oft sind sie „nur“ attraktiv duftendes Beiwerk für wohnliche Terrassen und Balkone.
Die Gemüse-Fachleute aus Veitshöchheim und Bamberg tauschen ihre Erfahrungen gerne mit Kräuterliebhabern aus Stadt und Land.
Kräuter in Kästen und Kübeln, Kräuter auf der Terrasse und auf dem Balkon
Fotos: links: gemischtes Kräuterbeet Mitte: blühende Minze rechts: großblättrige Gartenkresse
Minzen
Frisch duftend präsentiert sich das Minzensortiment in gut sortierten Gärtnereien von der frischen Echten Pfefferminze bis zu den fruchtigen Noten der Orangen- oder Schoko-Minze.
Salbei
Der bekannte Gartensalbei ist umringt von einer breiten Auswahl von Salbeiarten mit überraschenden Duftnoten, auffälligen Blüten oder bunten Blättern. Während der fein duftende Ananassalbei eine frostfrei zu überwinternde Kübelpflanze mit feuerroten Blüten ist, können Purpursalbei oder Sorten mit dreifarbigen Blättern Blickfang auf dem ansonsten schmucklosen spätherbstlichen Fensterbrett sein.
Duftgeranien
Sie lassen sich ähnlich wie die üblichen Balkongeranien leicht pflegen und ebenso problemlos kühl überwintern, so dass sie jahrelang Freude machen können. Im Laufe der Zeit kann eine richtige Sammlung daraus entstehen, gleichgültig, ob sie nur wegen ihres Duftes, ihrer Schönheit oder zur Nutzung in der Küche gepflegt werden.
Blütengemüse
Wie gut manche altbekannten Blumen-, Gewürz- und Gemüsepflanzen zum gemütlichen Sitzplatz im Freien passen, soll dieses Pflanzenbeispiel mit essbaren Blüten zeigen. In verschwenderischer Fülle wuchert die frisch-würzige Kapuzinerkresse neben heilkräftigen Ringelblumen und sommerlichem Lavendel.
Hilfreiche Pflegetipps zum Mitmachen
Vermehrung von Kräutern
Die meisten Kräuter lassen sich durch Samen vermehren. Einjährige müssen alljährlich ausgesät werden. Dazu gehören so beliebte Arten wie Basilikum, Gartenkresse, Bohnenkraut oder Borretsch. Das in Deutschland mit am beliebteste Würzkraut Petersilie gehört zu den Zweijährigen. Es kann nach der Aussaat noch im gleichen Jahr geschnitten werden, aber auch noch nach der Überwinterung im nächsten Jahr. Gewürzstauden wie Liebstöckel, Minzen oder Etagenzwiebeln sowie Halbsträucher wie Thymian, Salbei oder Lavendel überdauern jahrelang im Garten oder in Pflanzgefäßen.
Winterschutz für Kräutertöpfe
Winterharte Gewürzstauden in Pflanzgefäßen überleben den Winter im Freien ebenso wie Buchsbäumchen oder andere Ziergehölze zur Enttäuschung vieler Pflanzenliebhaber nicht. Dabei gibt es einfache Vorsorgemaßnahmen, um die Pflanzgefäße vor starken Temperaturschwankungen im Winter zu schützen.
Automatische Wasserversorgung
Vielbeschäftigte oder auch reisefreudige Blumen- und Kräuterliebhaber meinen oft, auf Balkonschmuck verzichten zu müssen, weil sie nicht immer Zeit zum Gießen und Düngen haben. In Pflanzgefäßen mit Wasserreservoir oder bei einer automatischen Bewässerung wachsen Kräuter fast von allein. Gute Öko-Substrate ermöglichen eine sommerlange Nährstoffversorgung.
Kresseanzucht am Fensterbrett
Wer keinen Garten hat, muss auf Kräuter nicht verzichten. Auch in der Etagenwohnung lässt sich am Küchenfenster ganzjährig innerhalb von 8 Tagen mildwürzige Gartenkresse anziehen.
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Abteilung Gartenbau, Sachgebiet Gemüsebau
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