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Gießsysteme im Vergleich
Sechs Gießsysteme für Wintergartenpflanzen im Vergleich
Die Hydrokultur ist in der Innenraumbegrünung seit Jahrzehnten bekannt. Als Kultur- und Pflegesystem hat sie sich bewährt. Wird nach Gebrauchsanleitung gegossen, gedeihen die Pflanzen in Hydrokultur prächtig, vorausgesetzt der Wasserstandsanzeiger funktioniert, Lichtverhältnisse und Düngung stimmen und es werden die passenden Pflanzen ausgewählt. Die Pflanzenkultur in Blähton, spezielle Kulturtöpfe und die erforderlichen hohen Temperaturen schränken das Sortiment etwas ein und machen die Pflanzen teuer.
Sogenannte "Semi-Systeme" (semi = halb) versuchen die Vorteile von Hydrokultur und Erdkultur bei der Pflege von Innenraumbegrünungs-Pflanzen zu kombinieren. Meist werden in ein Gefäß mit Wasserspeicher Pflanzen mit herkömmlichem Erdballen gesetzt. Es kann jede x-beliebige preiswerte "Erd"-Pflanze verwendet werden. Auch sollen nicht unbedingt die hohen Temperaturen (mindestens 18 bis 20 °C) wie bei Hydrokultur erforderlich sein. Gepflanzt wird in Erde oder erdelose Substrate.
An der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim wurden von September 2002 bis April 2004 sechs solcher Gießsysteme mit Erdpflanzen und Kunststoffgefäßen getestet (siehe Tabelle). Je System wurden zwei Gefäße in zwei Wiederholungen also insgesamt vier Gefäße im Gewächshaus aufgestellt. Folgende Pflanzenarten und Gießsysteme wurden verwendet:
Pflanzenarten:
Gießsysteme:
Es wurden handelsübliche Pflanzen mit Erdballen der Größe 13 bis 15 cm zugekauft und in die verschiedenen Gefäße und Substrate getopft. Drei Substrate wurden im Versuch verwendet. In vier Gefäße kam Frux-Kübelpflanzensubstrat (enthält 30 % Mineralsplitt). Eine Variante wurde mit Ökostrat 2/4 mm (= gebrochener Blähton), eine mit handelsüblichem Seramis-Granulat gepflanzt. Die Gefäße wurden im Gewächshaus auf mit schwarzem Bändchengewebe abgedeckte Grundbeete gestellt. Geheizt wurde ab 16 °C, gelüftet ab 24 °C. Ab 40 Kilolux wurde schattiert.
Gießen und Düngen
Die Varianten mit Ökostrat und Seramis wurden ab dem ersten Gießen mit Düngelösung 0,05 % Flory 3 gedüngt. Bei den Gefäßen mit Kübelpflanzensubstrat begann die kontinuierliche Flüssigdüngung nach der Einwurzelphase von 8 Wochen im November 2002.
Gegossen wurde möglichst nach Gebrauchsanweisung der Gießsysteme oder nach eigenem Abschätzen. Der Gießzeitpunkt war in den Systemen und je nach Pflanzenart recht unterschiedlich. Beim herkömmlichen Kunststofftopf reichten etwa 4 Liter für eine gute Durchfeuchtung des Ballens. Diese wurden gegossen, wenn die Erde oben anzutrocknen begann.
Die Varianten Lechuza + Erde, Lechuza + Ökostrat, Floracare Goebel und "eigenes Semi-System" besaßen einen Wasserspeicher mit Wasserstandsanzeiger und Gießschacht. Meist wurde über diesen Gießschacht die Düngelösung gegossen. Aber bei jedem vierten Gießen wurde oben auf die Substratoberfläche gegossen, damit der ganze Ballen durchfeuchtet wurde, denn über den Wasserspeicher von unten ist keine Durchfeuchtung des Ballens bis obenhin zu erreichen. Kapillaritätsversuche hatten ergeben, dass eine Befeuchtung verschiedener Substrate (auch unterschiedliche Ausgangsfeuchten) nur bis maximal 8 cm hoch über den Wasserspiegel möglich war.
Waren bei diesen vier Systemen die Wasserstandsanzeiger unten, wurde nach Pflanzenart und Jahreszeit unterschiedlich schnell nachgegossen, um Nässeschäden zu vermeiden: Das stauwasserverträgliche Zypergras wurde immer sofort gegossen. Die sukkulente Kalanchoe bekam im Extremfall im Winter erst 3 bis 4 Wochen nach der Leeranzeige ihre Düngelösungsportion, da bis dahin das Substrat erst richtig abgetrocknet war. Auch wurden bei Kalanchoe beharensis wegen des geringen Wasserbedarfs statt 4 nur 3 Liter, bei Floracare Goebel Classic 5 statt 9 Liter eingefüllt.
Beim selbst zusammengestellten eigenen "Semi-System" mit Teku-Floraform-Gefäß und 6 cm Lecaton-Schicht auf dem Einlegeboden wurden jeweils 4 Liter gegossen, obwohl der Speicher nur 2,5 Liter fasst. Hier ist der Lecaton-Bereich als zusätzlicher Speicherraum zu betrachten.
Beim Seramis-System kommt das Gießsignal durch einen Farbumschlag des Gießanzeigers von blau zu rot. Nach dem Farbwechsel wurde umgehend gegossen. In der Gießanleitung wird als Gießmenge ein Viertel des Gesamtgefäßvolumens empfohlen. In unserem Fall waren das 5,5 Liter von 22 Liter Gefäßvolumen. Nach Wachstumsproblemen im ersten Winter wurde die Wasserportion auf 4 Liter verkleinert.
Pflanzenarten
Von links: Pachystachys lutea, Kalanchoe behrensis, Hibiscus rosa-sinensis, Ficus binnendijkii 'Alii', Cyperus alternifolius
Hibiscus rosa-sinensis
Die zugekauften großen Hibiscus waren entgegen der Zusicherung des Händlers mit Wuchshemmstoffen behandelt. In den ein bis zwei Jahren Versuchsdauer verzweigten sich die Pflanzen nicht neu und wuchsen mit den vorhandenen Trieben extrem gestaucht. Schon im ersten Winter gab es viele Ausfälle vermutlich durch zu viel Nässe bei kühlen Temperaturen (16 °C Heiztemperatur) am Gewächshausboden. Im Oktober 2003 zeigten nur die Ökostrat-Variante und das eigene "Semi-System" im Teku-Gefäß keine Ausfälle. Zur Schlussauswertung im April 2004 hatten nur die Pflanzen in Ökostrat in den Lechuza-Gefäßen überlebt (alle vier Pflanzen!).
Pachystachys lutea
Im Oktober 2003 hatten alle Pflanzen gelbliche, chlorotische, teils eingedrehte Blätter und viele abgeworfene ältere Blätter. Die salzempfindlichen Pflanzen waren im Lechuza-Gefäß mit Ökostrat wegen des hohen Salzgehaltes des Substrats eingegangen (siehe auch unten). Im April 2004 war die Laubgesundheit mittel bis gut bei gutem bis sehr gutem Blütenbesatz.
Cyperus alternifolius
Die "Prima Klima"-Pflanze Zypergras mit der hohen Verdunstungsrate verbrauchte im Testzeitraum das meiste Wasser. Pflanzen im Floracare Goebel Classic-Gefäß benötigten die meiste (463 Liter), die im Seramis-Substrat die wenigste Düngelösung (214 Liter).
Die Pflanzen innerhalb eines Gießsystems waren teils recht ungleich in Stiellängen und Aussehen. Alle Pflanzen zeigten mehr oder weniger stark eingetrocknete braune Blattspitzen. Der starke Samenansatz war oft unschön mit braunen Fruchtständen und den abfallenden (stäubenden) feinen Spelzen und Samen. Im Kunststofftopf mit Untersetzer wuchsen die schönsten Pflanzen (fast keine braunen Blattspitzen) mit den längsten Stielen. Im Seramis-Granulat entwickelten sich die wenigsten Stiele und die Pflanzen hatten am meisten braune Blattspitzen.
Cyperus alternifolius
Bonitur und Auswertung
Kalanchoe beharensis
Bei dieser sukkulenten Blattpflanze wurden wegen des langsamen Wasserverbrauchs im ersten Winter die Gießportionen von meist 4 Liter auf 3 Liter reduziert (bei Floracare Goebel Classic von 8 auf 5 Liter).
In allen Gießsystemen entwickelten sich die Pflanzen ähnlich gut. Wegen des bizarren Wuchses der großblättrigen Pflanzen war eine vergleichende Messung der Durchmesser nicht aussagekräftig. Die kleinsten Pflanzen mit dem geringsten Wasserverbrauch standen in Ökostrat-Substrat. Am meisten Düngelösung verbrauchten die Pflanzen im Kunststofftopf und im Gefäß Floracare Goebel Classic. Diese Pflanzen zeigten zu Versuchsende im April 2004 stark durchwachsende Sprossachsen mit riesigen Blütenständen. In den anderen Gießvarianten streckten sich diese Blütenstände erst Monate später.
Kalanchoe beharensis
Bonitur und Auswertung
Ficus binnendijkii 'Alii'
'Alii' bot in allen Gießsystemen ein recht einheitliches Bild mit gesunden, wüchsigen Pflanzen. Im Floracare Goebel Classic und im Kunststofftopf waren die Pflanzen am größten mit dem höchsten Wasserverbrauch. Im Ökostrat und Seramis waren leicht kleinere Pflanzen mit dem niedrigsten Wasserverbrauch.
Ficus binnendijkii 'Alii'
Bonitur und Auswertung
Gießsysteme
Kunststofftopf mit Untersetzer
Die 40er Kunststofftöpfe wurden wie bei Grünpflanzen üblich in Untersetzer gestellt. So war gewährleistet, dass von der gegebenen Nährlösungsportion nichts verloren ging. Das Erkennen des richtigen Nachgießzeitpunktes war für unser Pflegepersonal, da Fachleute, kein Problem. Vom angetrockneten Kübelpflanzensubstrat wurde die Portion von meist 4 Litern gut aufgesogen. Da immer von oben auf das Substrat gegossen wurde, wirkte das gesamte Substratvolumen als Wasserspeicher. Auch konnte das gesamte Substratvolumen durchwurzelt werden und der Pflanzenernährung dienen. Kalanchoe beharensis, Cyperus und Ficus 'Alii' wuchsen in Kunststofftöpfe gepflanzt am besten.
Lechuza-System
Das Lechuza-System der Firma Brandstätter (Playmobil) hat einen Gießschacht mit darin befindlichem Wasserstandsanzeiger ähnlich wie bei Hydrokultur. Der Hohlraum unter dem Einlegeboden fasst beim 35-cm-Gefäß 4 Liter Wasser. Im Einlegeboden befinden sich zwei bis fast auf den Gefäßboden reichende Vertiefungen. In diese "Saugzapfen" und auf den Einlegeboden wird eine Portion von etwa 1,5 Litern gebrochenem Blähton geschüttet (wird mitgeliefert). Dieses fein gebrochene Material ist leicht saugfähig und leitet das Wasser aus dem Speicher weiter in das Erdsubstrat, in welches die Pflanzen mit Erdballen gepflanzt sind. Gegossen wird über den Gießschacht in den Wasserspeicher am Boden. Da sich in undurchwurzelten Erdsubstraten das Wasser nur bis maximal 8 cm über den Wasserspiegel hochsaugt, ist es empfehlenswert, zwischendurch auch auf das Substrat zu gießen. Das wurde laut Gebrauchsanweisung bei jedem vierten Gießen gemacht. Die Lechuza-Pflanzen waren in diesem Vergleich bei Wachstum und Wasserverbrauch im Mittelfeld.
Lechuza-System mit Ökostrat
Durch Pflanzung der Erdballenpflanzen in gebrochenen Blähton mit dem Produktnamen Ökostrat (Korngröße 2/4 mm) wurde ein der Hydrokultur ähnliches Gießsystem zusammengestellt. Gießschacht, Wasserstandsanzeiger und Einlegeboden waren vom original Lechuza-System wie vorher beschrieben. Die Saugfähigkeit des gebrochenen Blähtons reicht aus, um die Pflanze mit Wasser zu versorgen. Auch hier wurde jedes vierte Mal oben aufs Substrat gegossen.
Zu Versuchsbeginn hatten alle in Ökostrat gepflanzten Arten Wuchsdepressionen und teils Laubschäden. Die salzempfindlichen Pachystachys lutea waren in Ökostrat nach einem Jahr alle eingegangen. Analysen des Wassers im Speicher im Februar und März 2003 ergaben Salzgehalte von 3 bis 8 g pro Liter. Im Laufe der Zeit erholten sich die Pflanzen von den Schädigungen mehr oder weniger. Bei den verwendeten Hibiscus gingen im Verlauf des Versuchs jeweils in den Wintern alle Pflanzen zu Grunde – nur die in Ökostrat gesetzten Pflanzen überlebten.
Floracare Goebel Classic
Robuste doppelwandige Gefäße, Wasserstandsanzeiger und lange, dicke Saugdochte (2 x 6 x 28 cm) aus Steinwolle kennzeichnen die Gießsysteme mit Floracare Goebel Classic. Durch die doppelwandige Bauweise entsteht ein großer, hoher Wasserspeicher mit etwa 9 Litern, aber ein relativ kleiner Pflanzraum mit 16 Litern. Es gibt nur vier Öffnungen in den inneren Hohlraum – in zwei werden die beiden Saugdochte gesteckt, zwei sind für Wasserstandsanzeiger und Befüllung. Nach dem Austopfen der Floracare-Gefäße ist es nahezu unmöglich, den Wasserspeicher gründlich zu reinigen und zu entleeren (nur durch die vier Öffnungen möglich).
Die Saugdochte ragen von unten 15 cm hoch in das Pflanzsubstrat. Dadurch war das Floracare Goebel-System von den geprüften Wasserspeichersystemen am besten mit Wasser aus dem Speicher versorgt. Trotz des kleineren Substratvolumens wuchsen die Pflanzen hierin mit am besten bei höchstem Wasserverbrauch.
Teku Floraform-Gefäß mit Seramis-Granulat
Das Teku Floraform-Gefäß wurde ohne Innenausstattung, also leer, zum Test des Seramis-Granulats verwendet. Mit Seramis kann bekanntlich jedes wasserdichte Gefäß befüllt werden. Die Erdballenpflanzen wurden in die mit Granulat befüllten Teku-Gefäße gepflanzt. In jeden Erdballen wurde seitlich ein sogenannter Gießanzeiger gesteckt. Wechselt die Farbe des Anzeigenfensters von blau nach rot ist es im Erdballen zu trocken und es muss gegossen werden. Die Gießmenge beträgt laut Gießanleitung ein Viertel des Gefäßvolumens. Bei einem Volumen der Teku-Gefäße von 22 Litern lag die errechnete Gießportion bei 5,5 Liter. Diese wurde von oben auf das Seramis-Granulat gegossen. Ab April 2003 wurde die Gießmenge auf 4 Liter (Kalanchoe 3 Liter) reduziert, da nach Meinung des Pflegepersonals die Pflanzen mit 5,5 Litern teils zu nass standen.
Im Verlauf des Versuches zeigten einzelne Gießanzeiger zu früh rot (nachgießen!). Ursache war vermutlich die starke Durchwurzelung des Erdballens und ein Hineinwachsen der Wurzeln in die Fühler. Im Seramis wuchsen (neben Ökostrat) die kleinsten Pflanzen bei niedrigstem Wasserverbrauch. Es war hier nicht mit den speziellen Seramis-Düngern, sondern wie im gesamten Versuch auch mit Flory 3 (15 10 15) 0,05 % bei jedem Gießen gedüngt worden. Nährlösungen mit Flory 3 und den beiden Seramis-Flüssigdüngern unterscheiden sich rein rechnerischen in der Haupt- und Spurennährstoffzusammensetzung nur wenig. Nur Molybdän ist in Seramis-Düngerlösung zehnfach höher konzentriert.
Eigenes "Semi-System" mit Teku Floraform-Gefäß
Das preiswerte Teku Floraform-Gefäß hat einen Einlegeboden und einen umklappbaren Gießschacht. So können die Gefäße fertig montiert gestapelt werden (Gießschacht zum Boden geklappt). Der Wasserstand kann in Bodennähe durch ein Schauglas an einer roten Schwimmerkugel abgelesen werden.
In unserem selbst zusammengestellten "Semi-System" kam auf den Zwischenboden eine 6 cm hohe Schüttung Blähton der Körnung 4/8 mm. Diese Blähtonschicht diente als zusätzlicher Wasserspeicher. Obwohl der Wasserspeicher des Teku-Gefäßes nur 2,5 Liter misst, konnten so gut 4 Liter Gießmenge gegeben werden. Das abschließend aufgebrachte Kübelpflanzensubstrat wurde mit einem relativ dichten Vlies von der Blähtonschicht getrennt.
Pflanzengröße, Pflanzenschönheit und Wasserverbrauch bewegten sich im Mittelfeld. Wegen Verschmutzung und Verkalkung war das Ablesen des Wasserstandes mittels roter Kugel ab etwa einem dreiviertel Jahr nach Versuchsbeginn kaum mehr möglich. Nur durch Anheben der Gefäße konnte ein Bewegen des eventuell vorhandenen Wasserspiegels (mühsam) direkt am Schauglas über dem Boden abgelesen werden.
Fazit
In allen sechs getesteten Gießsystemen konnten Erdballenpflanzen kultiviert und gepflegt werden. Folgende Besonderheiten traten auf:
- Beim verwendeten Ökostrat gab es einen hohen Salzgehalt (auch Hauptnährstoffe) im Wasserspeicher. Dies führte zu Wuchsdepressionen und Ausfällen. Auswaschen vor dem Pflanzen könnte hier helfen.
- In Seramis wuchsen die Pflanzen teils schwach und verbrauchten wenig Wasser. Eventuell muss unbedingt die empfohlene, aber nur teilweise gegebene Gießmenge von ein Viertel des Gefäßvolumens gegossen werden. Auch sollte vielleicht mit den speziellen Seramis-Düngern gedüngt werden, evtl. in einer höheren Konzentration als empfohlen.
- Im Lechuza-System wuchsen die Pflanzen gut.
- Das selbst zusammengestellte Gießsystem mit Teku Floraform-Gefäß und einer Lage Blähton funktionierte auch. Nur das Ablesen des Wasserstandes am Schauglas war nicht ganz problemlos.
- Beim Floracare Goebel Classic-Gefäß gab es den größten Wasservorrat (9 Liter) und den größten Wasserverbrauch bei bestem Wachstum. Hier macht die Reinigung des doppelwandigen Gefäßes Probleme.
- Im einfachen Kunststofftopf mit Untersetzer (für eventuelles Überschusswasser) wuchsen die Pflanzen mit am besten. Hier fungiert der gesamte mit Substrat gefüllte Topf von oben bis unten als Wasserspeicher. Wasserverbrauch, Gießmenge und Gießfrequenz unterschieden sich kaum von den verwendeten Gießsystemen mit Wasserspeicher. Diese wurden meist mit einer ähnlich großen Wasserportion wie der Kunststofftopf in den Wasserspeicher befüllt. Der obere Teil des Substrats in den Wasserspeichergefäßen blieb dann trocken.
Der Vorteil der meisten Gießsysteme mit Wasserspeicher dürfte die bessere Pflegesicherheit durch den Endverbraucher sein, wenn er keinen grünen Daumen hat und nach Pflegeanleitung gießt und düngt. Gießt der Endverbraucher das Substrat und in den Wasserspeicher kann er für Ausnahmefälle (Urlaub) viel Wasser speichern. Im Versuch wurde dies nicht gemacht.
Ein Artikel zum Test verschiedener Gießsysteme ist im DeGa 15/2005 erschienen. Die Fotos wurden von Hubert Hanke erstellt.
Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Abteilung Gartenbau, Sachgebiet Zierpflanzenbau
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