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Neue Englische Rosen

Englische Rose ´Graham Thomas´ mit Blauraute

Die Liebhaber Englischer Rosen sind begeistert von deren üppiger, duftenden Blütenpracht. Ihren Ursprung haben diese Rosen in der Rosenschule Austin in England. Seit von David Austin die erste Englische Rose 1961 in den Handel gebracht wurde, sind viele neue Sorten entstanden. Die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie sind besonders von den neueren Rosen aus Großbritannien überzeugt.


Der berühmte englische Rosenzüchter David Austin begann vor über 50 Jahren, alte Rosensorten mit modernen Rosen zu kreuzen. Alte Rosen mit opulenten Blüten, üppigem Wuchs, einem überragenden Duft und dem besonderen romantischen Charme blühen nur einmal im Jahr. Die modernen Teehybriden und Floribundarosen hingegen bringen den ganzen Sommer Blüten hervor. David Austin setzte sich zum Ziel, die Eigenschaften dieser unterschiedlichen Rosengruppen in den Englischen Rosen zu vereinen.


Seit den siebziger Jahren entstanden viele neue Sorten. Mittlerweile werden die Englischen Rosen wiederum in Gruppen unterteilt. Diese Klassifizierung hilft dem Gartenbesitzer und Rosenfreund, die richtige Auswahl zu treffen. Hier die wichtigsten Gruppen:

1. Englische Hybriden alter Rosen:

Crown Princess Margareta

Sie besitzen den Charakter alter Rosen. Intensiver Duft, niedriger Wuchs und zuverlässige Nachblüte zeichnen sie aus. Die Blütenfarben sind Rosa bis Purpur.

2. Die Leander-Gruppe:

Diese Rosen sind sehr wüchsig und auch als Kletterrosen einsetzbar. Unter ihnen gibt es neben den weißen, rosa und purpurfarbenen, auch gelbe und kräftig rote Blüten. Jedenfalls haben alle die typische üppige Blütenform.

3. Die Moschata-Gruppe:

Dies sind Kreuzungen aus Noisette-Rosen und alten Rosen. Sie haben leichtere Blüten und sind anmutiger und zarter im Wuchs als andere Englische Rosen (z. B. ´Graham Thomas´, ´Heritage´).




Englische Rosen lassen sich im Garten vielfältig einsetzen. Durch die richtige Erziehung können starkwachsende Strauchrosen (z. B. Leander-Gruppe) zu Kletterrosen heranwachsen. Diese „Kletterrosen“ (z. B. ´A Shropshire Lad´, ´Crown Princess Margareta´, ´Abraham Darby´) erreichen eine Höhe von zwei bis drei Metern und eignen sich hervorragend für Rosenbögen, aber auch, um Hauswände zu verschönern. Sie wachsen allerdings auch als Strauchrosen, wenn sie entsprechend zurückgeschnitten werden.


Schwachwachsende Sorten können sogar in Kübeln gehalten werden.


In gemischten Rabatten mit Stauden sind Englische Rosen unübertreffliche Dauerblüher. Am besten zur Geltung kommen die Rosensträucher, wenn sie in Rabatten in Gruppen stehen. Drei Exemplare einer Sorte im Abstand von einem halben Meter zusammengepflanzt ergeben optisch einen üppigen Rosenstrauch.

Geoff Hamilton

´Geoff Hamilton´

Leider sind Englische Rosen nicht nur für ihre außergewöhnlich schöne Blüte bekannt, sondern auch für ihre Anfälligkeit gegenüber Pilzerkrankungen. Vor allem der Sternrußtau sorgt nach ungünstigen Witterungsverläufen für blattlose Rosensträucher. Austin hat es sich mittlerweile als Züchtungsziel gesetzt, gesunde Rosen heranzuziehen. Dies ist mit den jüngeren Rosensorten bereits gelungen. Viele neue Sorten sind widerstandsfähiger als die bisherigen.


Außerdem hat sich gezeigt, dass eine gute Nährstoff- und Wasserversorgung die Widerstandskraft der Pflanze steigert. Englische Rosen müssen „gepflegt“ werden. Wässern, düngen und Verblühtes entfernen sind unerlässlich. Die Blätter sollten nach einem Regen möglichst schnell abtrocknen. Deshalb sollten begleitende Stauden die Rosen nicht zu sehr bedrängen.


Trotzdem erfreuen sich die Englischen Rosen großer Beliebtheit. Andere Rosenzüchter bieten mittlerweile Rosen an, die den gleichen nostalgischen Charme versprühen. Vergleichen lohnt in jedem Fall.



Die aktuell empfehlenswerten Englischen Rosen sind:

´A Shropshire Lad´ (Leander): rosa Blüten
´Crown Princess Margareta´ (Leander): aprikot farbene Blüten
´Molineux´ (Moschata): gelbe Blüten
´Teasing Georgia´ (Leander): gelbe Blüten
´Winchester Cathedral (Englische Hybride): weiße Blüten
und viele weitere Sorten.

Weitere Informationen zu Rosen finden Sie hier!



Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Bayerische Gartenakademie