Landesgartenschau 2018
Modularer Garten der GaLaBau-Studierenden

Blick auf den gestalteten Garten mit unterschiedlichen Pflasterflächen und Hecken

Palettenweise Steine und Baumaterial, tiefe Gräben und Gruben, schweres Gerät und dazwischen Bauarbeiter, die sich wie Ameisen über das Gelände und in den zahlreichen Rohbauten bewegen: Wahrlich ein geschäftiges Treiben herrscht derzeit auf dem ehemaligen US-Gelände „Leighton-Barracks“ in Würzburg. Auf rund 135 Hektar, was in etwa der Fläche der Würzburger Altstadt innerhalb des Ringparks entspricht, wird derzeit der neue Stadtteil „Hubland“ aus dem Boden gestampft. Doch neben viel Stein und Beton gibt es auch zahlreiche Grünflächen, die später als Parks oder Spielplätze die Wohnqualität steigern, 2018 aber zunächst die kreative Spielwiese für die Landesgartenschau (LGS) werden. Darunter auch das Studierenden-Projekt „Modularer Garten“ der Staatlichen Meister- und Technikerschule aus Veitshöchheim.

Erst die Theorie, dann Praxis

Was doch ein paar sorgsam platzierte Steine und bewusst ausgewähltes Grün bewirken: Ihre Wandlungsfähigkeit stellt derzeit eine rund 380 m² große Fläche auf dem LGS-Gelände unter Beweis, die sich durch viel Handarbeit und Muskelkraft der angehenden GaLaBau-Techniker aus Veitshöchheim von Brachland mit Baustellencharakter in eine moderne Wohlfühloase verwandelt hat. „Warum und Wieso? Ohne theoretische Wissensvermittlung geht es nicht. Doch der Spagat zwischen Theorie und Praxis ist die Kür“, so Dr. Philipp Schönfeld, Arbeitsbereichsleitung Urbanes Grün und Semesterleiter der Studierenden. Bevor der erste Stein gelegt und die erste Pflanze gesetzt wurde, traten die angehenden Techniker mit ihren Entwürfen des Themengartens in einem Wettbewerb gegeneinander an. „Wie im künftigen Berufsalltag ging es darum, planerisches Geschick, Kreativität aber auch Kosten und Aufwand auf Papier zu bringen und sich gegen die Mitstreiter zu beweisen“, betont Dr. Schönfeld.

Die dritte Dimension

Zukunftsweisendes Wohnen – im ´Modularen Garten´ bilden erholsames Grün und Wohnraum eine Symbiose. Bio, DIY-Bewegung oder Urban Gardening – der Mensch und die Natur finden wieder mehr und mehr zusammen. „Auch im Projekt der Studierenden sollte das Grün nicht unter Beton verschwinden; vielmehr sollten 50 % der Gesamtfläche des Gartens auch Grünfläche bleiben“, erläutert Dr. Schönfeld. Neben den Pflasterarbeiten stellten die Studierenden bei der Auswahl und Umsetzung der Bepflanzung auch ihren grünen Daumen und ihr Fachwissen in Sachen Pflanzenverwendung unter Beweis. „So schaffen 66 unterschiedlich hoch geschnittene Eiben-Heckenpflanzen sowie sieben mehrstämmige Birken (Höhe 3-4 Meter) räumliche Tiefe und verleihen dem Garten die so wichtige ´grüne dritte Dimension´“, so der Semesterleiter. Doch auch am Boden gibt es ab Frühling ´18 einiges zu entdecken: Denn dort wurden rund 1.000 Stauden sowie 2.700 Blumenzwiebeln gepflanzt. Im Frühjahr wird das Gartenensemble noch mit mobilen Pflanztischen, die einfach umgezogen werden können, und einem Pavillon aus innovativem Textilbeton vervollständigt.

Bildergalerie - Einblicke in das Projekt