O'zapft is!
Ansturm im Bayerischen Biergarten in Tulln

Ein Stück Bayern in Niederösterreich: In einem ganz besonderen Biergarten können die naturliebenden Besucher der permanenten Gartenschau „Die Garten Tulln“ in Niederösterreich unter schattenspendenden Bäumen innehalten und sich bei einem kühlen Bier eine kurze Verschnaufpause gönnen. Der Bayerische Biergarten, der unter dem Motto „Der Himmel weiß-blau und eine Blume im Glas“ steht, wurde zum 10-jährigen Jubiläum Mitte Mai feierlich eröffnet und findet seitdem regen Zuspruch – denn nicht immer ist einer der 80 Plätze in der „bayerischen Enklave“ frei.

Weiß-Blauer Himmel verbindet

Mit einem traditionellen Fassbieranstich weihten Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, zusammen mit Landesrat Martin Eichtinger aus Niederösterreich und Wolfram Vaitl, Präsident des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege, den Garten am 12. Mai feierlich ein. Zurückgehend auf eine Idee des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege, der Geschäftsführung der Garten Tulln und des damaligen Bayerischen Landwirtschaftsministers Helmut Brunner, soll der Bayerische Biergarten das enge wie freundschaftliche Verhältnis des Freistaats Bayern zu Niederösterreich dokumentieren und die Kooperation weiter fördern.
DIE GARTEN TULLN hat sich seit ihrem Bestehen zu einem europaweiten Vorzeigeprojekt entwickelt. Die streng ökologische Pflege der Anlage ist mittlerweile beispielgebend für viele andere, ähnliche Gartenschauen im In- und Ausland. Am gesamten Areal halten sich die Gärtnerinnen und Gärtner streng an die von der Landesaktion „Natur im Garten“ vorgegebenen Kriterien: Verzicht auf Pestizide, Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Verzicht auf Torf.

Impressionen von der Eröffnung des Bayerischen Biergartens am 12. Mai 2018

Handschrift aus Veitshöchheim

Geplant und ausgeschrieben wurde der Garten vom Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau der LWG. Die Ausführung erfolgte durch einen niederösterreichischen Garten- und Landschaftsbauer. Unter Verwendung der vorhandenen Infrastruktur und Vegetation entstand dabei ein attraktiver Freiraum, der zwar die Anmutung eines traditionellen Biergartens ausstrahlt, in der Pflanzenverwendung jedoch neue Wege geht. So stammen die zusätzlich gepflanzten Bäume aus dem Sortiment des Forschungsprojekts „Stadtgrün 2021“ und sorgen künftig dafür, dass das Blätterdach auch in den heißen Sommermonaten für Schatten sorgt. Außerdem wurden die Staudenbeete mit den am Institut entwickelten „Veitshöchheimer Staudenmischungen“ bepflanzt. Hier werden an Stelle einer aufwendigen Pflanzplanung, die jeder Pflanze einen festen Platz zuweist, standortgerechte Stauden in zufälliger Anordnung ausgelegt und gepflanzt. Dabei entstehen mit geringem Aufwand an Planung und Pflege attraktive Pflanzenbilder.