Amtschef zu Gast auf Landesgartenschau (LGS) Würzburg
Hubert Bittlmayer auf Entdeckungstour

Bei seinem Streifzug über die Flächen der Landesgartenschau (LGS) 2018 in Würzburg kam Hubert Bittlmayer, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF), am Dienstag, den 29. Mai 2018, aus dem Staunen nicht heraus: Bei seiner LGS-Erkundungstour konnte er nicht nur zahlreiche, bunt blühende Highlights entdecken, sondern tauchte an „seinem Pavillon“ der Bayerischen Landwirtschaftsverwaltung in die verschiedensten wie spannenden Themenwelten ein.

Den Rebgarten erleben

„Herzlich willkommen im Wengert“, mit diesen Worten begrüßte Josef Engelhart, Versuchsingenieur am Institut für Weinbau und Oenologie, den aus München angereisten Amtschef in fränkischer Mundart und führte ihn auf eine ganz besondere Entdeckungsreise in den Rebgarten. Warum werden in Franken immer mehr Rotweine angebaut? Was ist eigentlich der Alte Fränkische Satz?“ Und kann man die Herkunft des Weines wirklich schmecken? Als einer von nur fünf Ampelographen (Rebkundler) in ganz Deutschland weiß Engelhart, wovon er spricht und vollführte mit Hubert Bittlmayer einen wahren Weingrundlagen-Crashkurs.

Georg Bätz, Leiter des Institutes für Weinbau und Oenologie, stellte schließlich mit dem Vinomax das Herzstück des Ausstellungsbeitrages und die Idee dahinter vor. Nach einer Abkühlung in diesem ganz besonderen Hörsaal auf der LGS mit audiovisuellen Einblicken in die Weinwelt, stand eine kulinarische Stärkung für den Nachmittag auf dem Programm. Dabei wurden mit einer bunten Kombination von Blatt- und Kartoffelsalat ausschließlich regionale Köstlichkeiten auf den Teller gezaubert; für eine ganz besondere „Urlaubsstimmung“ sorgte dabei jedoch die frisch vor Ort zubereitete „griechische Gyroswurst“ des fränkischen Bratwurstkönigs 2018 aus Markt Einersheim.
Blick auf den Pavillon vor bunt blühenden Blumen und strahlendem Himmel
Bestaunen Sie pflegeleichte und attraktive Staudenmischungen und schauen Sie sich Ideen für Ihren eigenen Garten ab. Dauerhafte blütenreiche Saatmischungen sind Nahrung für Insekten und Genuss für das menschliche Auge. Aber auch im Innenbereich des Pavillons gibt es mit wechselnden Ausstellungen von A wie Analytik über Honigverkostung, Indoor-Farming, Urban-Gardening bis Z wie Zwetschgen und Streuobst viel Interessantes und Lehrreiches für Groß und Klein zu entdecken.

Impressionen vom Besuch des StMELF-Amtschefs Hubert Bittlmayer:

Auf der LGS summt & brummt es

Wie viele Eier legt eine Bienenkönigin am Tag? Welche Arbeitsleistung steckt eigentlich hinter einem Glas Honig und einem Kilo Bienenwachs? Wie ist es um die Zukunft unserer Honigbiene überhaupt bestellt? Dr. Stefan Berg informierte Hubert Bittlmayer am Bienenpavillon über den Ausstellungsbeitrag des Instituts für Bienenkunde und Imkerei, der gemeinsam mit dem Kreisverband der Würzburger Imker entstanden ist. Schwerpunkte sind dabei neben den Leistungen von Honigbienen vor allem auch deren Bedürfnisse.

Eindrucksvoll zeigt die „Pollenorgel“ den Bedarf an Blütenstaub eines Bienenvolkes pro Tag über den Jahresverlauf. Dabei können etwaige Lücken in der Versorgung der Bienen im Sommer durch ein vielfältiges Angebot an Blühmischung der LWG geschlossen werden. Kornelia Marzini vom Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau stellte dafür die verschiedenen Mischungen und ihre Anwendungsmöglichkeiten vor. Insbesondere die Verwendung von spätblühenden Mischungen, die auch für die Biogasproduktion genutzt werden können, ermöglicht dem Landwirt eine Erhöhung der Biodiversität auf dem Acker in Kombination mit landwirtschaftlicher Produktion.

Grüne Farbkleckse für die Stadt

Wissenschaft zum Anfassen: Eine ganz besondere Verbindung gehen Natur und Fassade auf der Landesgartenschau im Ausstellungsbereich „Klima-Forschungs-Stadion“ ein. In einem deutschlandweit einzigartigen Forschungsprojekt des Institutes für Stadtgrün und Landschaftsbau und dem Bayerisches Zentrum für Angewandte Energieforschung e. V. (ZAE Bayern) findet bautechnisch zusammen, was auch zusammengehört. Die Experten beider Forschungseinrichtungen untersuchen dabei die Wirkung von unterschiedlich begrünten Klimafassaden auf ein gesundes und behagliches Stadt- und Wohnklima. Dafür entstanden zwei innovative Klimahäuser mit mobilen Pflanzwänden. Amtschef Bittlmayer ließ sich den Versuchsaufbau bei einem Rundgang von Projektmitarbeiterin Johanne Bohl erklären und warf auch einen Blick hinter die Kulissen des ZAE.