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Reinigung von Grauwasser

Ein biologisches Konzept der Brauchwassernutzung

Robert Frank

Versuchsanlage
Versuchsanlage
Versuchsanlage im Winter

Im Rahmen eines Versuches der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim wurde eine Brauchwasseranlage zur Reinigung von Grauwasser gebaut, wobei das Augenmerk im besonderen Maße auf die Reinigungsleistung in Abhängigkeit der eingesetzten Substrate und auf den Einsatz von Repositionspflanzen unter ästhetisch gestalterischen Aspekten gelegt wurde. Nach Abschluss des Projektes werden für diese vier bepflanzten Bodenfilter, Lösungsvorschläge im Hinblick auf eine verbesserte biologische Reinigungsleistung, Bemessungsempfehlungen und Neuerungen bezüglich der Konstruktion, des eingesetzten Materials und den verwendeten Repositionspflanzen vorgestellt.

Die Ergebnisse der Grauwasseranalysen dokumentieren eine stabile und hohe Reinigungsleistung der bepflanzten Bodenfilter seit Inbetriebnahme im Jahr 2002. Die Reinigungsleistung der einzelnen Bodenfilter findet über die gesamte Laufzeit des Versuches auf einem sehr hohen Niveau statt (95-99 %). Das gereinigte Grauwasser entspricht qualitativ den Anforderungen der EU-Richtlinie über die Qualität für Badegewässer. Aufgrund dieser guten und stabilen Reinigungsleistung, des ganzjährig störungsfreien Einsatzes, der hohen Pufferkapazität und der geringen Baukosten, eignen sich bepflanzte Bodenfilter bestens zur Reinigung von häuslichem Grauwasser. Das biotechnisch gereinigte Grauwasser kann somit als Brauchwasser oder als Brauchwasser zur Nachspeisung von Zisternen eingesetzt werden. Alternativ hierzu ist auch die Versickerung in einer Rigole oder einer Muldenversickerung möglich.

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Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Robert Frank, Tel. 0931/9802-423, Fax 0931/9801-400