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Regionale Sortenvielfalt im Streuobstbau als Grundlage für Vermarktung und Tourismus

Martin Degenbeck, LWG; Stefan Kilian, LfL

Ein mächtiger Baum der Sorte 'Rheinischer Bohnapfel'.

Neben vielen überregional verbreiteten Obstsorten birgt jeder Landstrich einige regionale Besonderheiten, deren Verwertungseigenschaften oft heute leider nicht oder nicht mehr bekannt sind. "Gute" Sorten sind entscheidend, um den Streuobstbau wirtschaftlich zu machen. Ohne ein Mindestmaß an Wirtschaftlichkeit droht unseren Streuobstbeständen eine Verwahrlosung mit negativen Auswirkungen auf das Landschaftsbild und damit auch auf den Tourismus. Besonders die Schweiz hat seit rund 10 Jahren erhebliche Anstrengungen im Bereich Sortenerfassung und –charakterisierung unternommen, Österreich und Deutschland zogen später nach. Der Artikel beschreibt abgeschlossene und laufende Sortenprojekte mit bayerischer Beteiligung und deren wesentliche Ergebnisse, wobei auf die Verwertungseigenschaften und die Anbauwürdigkeit der Sorten stets großer Wert gelegt wird.
Aufbauend auf den Erfahrungen aus den bisherigen Sortenprojekten in Bayern und auf bestehenden Vermarktungsbeispielen werden einige grundlegende Gedanken und Entwicklungsperspektiven zur Vermarktung und Nutzung regionaler Sorten für touristische Zwecke aufgezeigt. Ein Blick in die Geschichte unterstützt die Entwicklung in die Zukunft.

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Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau
Martin Degenbeck, Abt. Landespflege, Tel.: 0931/9801-407, Fax: 0931/9801-400