Forschungsprojekt
LandSchafftEnergie: Energiewende im Garten- und Landschaftsbau (GaLaBau)

Radlader bei Erdarbeiten
Infolge des Voranschreitens des Klimawandels ist es notwendig auch der Branche des GaLaBaus dessen Bedeutung und Auswirkungen zu verdeutlichen und eventuelle Möglichkeiten für ein erfolgreiches Gelingen der Energiewende aufzuzeigen.

Projekthintergrund

Die Energiewende in Deutschland braucht Lösungen um u.a. den Atomausstieg zu beschleunigen, den CO₂-Ausstoß zu verringern und den Ölverbrauch zu reduzieren. Dafür sieht die Politik große Potentiale, notwendige Flächen und entsprechende Ressourcen in den ländlichen Regionen. Deshalb hat der Freistaat Bayern ein flächendeckendes Team mit Experten zusammengestellt - „LandSchafftEnergie - Energiewende im ländlichen Raum“. Die Mitarbeiter bieten kostenlos produktneutrale Informationen und Beratungen rund um die Themen Klimawandel und Energiewende an, wie z.B. zu Möglichkeiten der Energieeinsparung, der effizienten Erzeugung und zum verantwortungsvollen Verbrauch von Strom und Wärme sowie zur Umsetzung klimaschonender Mobilitätskonzepte. Die Hauptzielgruppen sind dabei Landwirte und Waldbesitzer sowie Gemeinden und Kommunen aber auch Unternehmer, Investoren und interessierte Bürger. Auch die Branche des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau profitiert von dem Programm „LandSchafftEnergie“. Die sogenannte „Grüne Branche“ ist sehr stark auf den Einsatz von Maschinen und Geräten angewiesen, um die Baustellen schnell und effizient abzuwickeln. Dabei müssen sowohl die Energiekosten als auch der CO₂-Ausstoß minimiert werden.

Zielsetzung

Für eine erfolgreiches Gelingen der Energiewende im GaLaBau müssen die Unternehmen sensibilisiert werden. Zudem muss die Akzeptanz der Menschen zu den Themen Klimawandel und Energiewende erreicht werden. Hierzu werden Unterlagen und ein Handbuch erarbeitet. Verschiedene Befragungen innerhalb der Branche schaffen eine Basis, in welchen Bereichen mögliche Potentiale vorhanden sind. Technischen Neuerungen, wie z.B. der Einsatz von akkubetriebenen Maschinen – Kramer Radlader 5055e – aber auch akkubetriebene Geräte – Husquarna, Pellenc, Stihl,… - stehen dabei im Vordergrund. Sie werden z.T. untersucht, auf ihre Praxistauglichkeit und Wirksamkeit getestet und bewertet. Auch der Ansatz zur Verwendung einheimischer Pflanzen und Materialen soll betrachtet werden. Zudem wird überprüft, ob neben den unstrittigen positiven Auswirkungen auf die Umwelt auch der Kunde bereit ist, die zusätzlichen Kosten zu honorieren.
Projektdaten
Projektleiter: Jürgen Eppel
Projektbearbeiter: Ina Dick (2012-2016), Lydia Piller (2016-2018), Rainer Berger, Thomas Leopoldseder
Laufzeit: 01.09.2012 bis 31.12.2018
Finanzierung: Bayer. Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Förderkennzeichen: EW/12/18

Energiecheck

Ermitteln Sie Ihren eigenen Energieverbrauch und vergleichen Sie diesen mit Durchschnittswerten der Branche. Als Datenbasis dienen ausgewertete Umfrageergebnisse der LWG aus dem Jahre 2011 unter bayerischen GaLaBau-Betrieben. Sie benötigen hierzu Nachweise über Ihren Strom- und Treibstoffverbrauch pro Kalenderjahr.

Energiecheck

Solarzellen auf einem begrünten Dach.

Solaranlage

Treibstoffkanister wird mit Diesel befüllt

Verbrauchsmessung

Radlader bei Erdarbeiten

Baumaschine

Heckenschere mit Akku und Schnellladegerät

Elektroheckenschere

Einbau von Stripes der Firma Moto-E-Motion Motoroptimierung

Motoroptimierung

Energie Logo
Die Umsetzung der Energiewende im ländlichen Raum ist eine große gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Herausforderung. Sie wird nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, maßgeschneiderte Lösungen zu finden und dafür die Akzeptanz der Menschen zu erreichen.

Mit diesem Ziel wurde im Jahr 2012 vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirt-schaft und Forsten (StMELF) das Expertenteam „LandSchafftEnergie – Energiewende im ländlichen Raum“ ins Leben gerufen.

Expertenteam LandSchafftEnergie Externer Link